Freiwillige Feuerwehr Volkmarsen zog Jahresbilanz und blickte voraus

Ausgezeichnet: Für ihr langjähriges Engagement in Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Volkmarsen überreichte Stadtbrandinspektor Kai Wiebusch (zweiter von rechts) im Beisein von Bürgermeister Hartmut Linnekugel (fünfter von links.) und dem stellvertretenden Kreisverbandsvorsitzenden Jürgen Querl (links) neun Mitgliedern das Hessische Brandschutzehrenzeichen am Bande und weiteren elf Mitgliedern das Hessische Feuerwehrleistungsabzeichen. Zehn Feuerwehrkameraden erhielten Anerkennungsprämien. Foto:  Elke Müller

Vokmarsen. Zu 39 Brandeinsätzen, darunter sechs Großbrände, musste die Freiwillige Feuerwehr Volkmarsen im vergangenen Jahr ausrücken. Insgesamt kommen die Volkmarser Wehren auf 106 Einsätze.

Neben Klein- und Mittelbränden gehörten auch Hilfeleistungen, wie Verkehrsunfälle, Unwettereinsätze oder die Unterstützung des Rettungsdienstes zu den insgesamt 106 Gesamteinsätzen.

Negativ ist die hohe Zahl an Fehlalarmen, die mit insgesamt 32 Einsätzen zu verbuchen ist, führte Stadtbrandinspektor Kai Wiebusch in seinem Jahresbericht aus.

Gegenwärtig zählt die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Volkmarsen 220 aktive Mitglieder, davon 199 Männer und 21 Frauen. Als neue Mitglieder begrüßte der Stadtbrandinspektor Oliver Nagel und Steffen Schmand aus Volkmarsen, Tim Fox aus Ehringen sowie Jens Viering, Lena von der Becke und Heinrich Wachs aus Külte.

37 Mitglieder haben im vergangenen Jahr an Feuerwehrlehrgängen teilgenommen und dabei unter anderem erfolgreich die Ausbildung zum Truppen- , Gruppen- oder Zugführer absolviert, an Maschinisten- und Atemschutzgerätelehrgängen teilgenommen, sich zum Kreisausbilder oder Maschinisten qualifiziert oder Sprechfunk- und Kartenkundelehrgänge belegt.

Auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, der insgesamt 37 Jungen und 21 Mädchen angehören, können mit 1756 ehrenamtlich geleisteten Schulungs- und Übungsstunden auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken, stellt Stadtjugendfeuerwehrwart Alexander Frei in seinem Jahresbericht heraus.

Als Höhepunkte im vergangenen Vereinsjahr nannte er die Teilnahme am Stadtzeltlager in Külte und am Kreiszeltlager in Burgwald. Um den allgemeinen Brandschutz auch in Zukunft sicher stellen zu können, sei es notwendig, durch intensive Werbeaktionen Jugendliche für die Freiwillige Feuerwehr zu begeistern, sagte Frei.

Dem schloss sich auch der stellvertretende Verbandsvorsitzende Jürgen Querl an. „Jährlich gehen der Jugendfeuerwehr etwa 1000 Mitglieder verloren.“ Dies sei ein großes Problem, da die Jugendfeuerwehr der Nachwuchs aller Einsatzabteilungen sei.

„Ohne die Freiwillige Feuerwehr gibt es für die Städte und Gemeinden keine Alternative“, appellierte Querl. Eine Möglichkeit, sich der Jugend verstärkt zu präsentieren seien Onlineplattformen wie Facebook oder Twitter.

Erfreut teilte Querl mit, dass die Modernisierungsarbeiten der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel abgeschlossen seien und den Lehrgangsteilnehmern seit dem 8. Dezember insgesamt 240 Zimmer zur Verfügung stünden. Fest stehe außerdem, dass im ersten Quartal 2015 der Digitalfunk im Probebetrieb starten soll und für 2016 die digitale Alarmierung geplant sei.

Auch Bürgermeister Hartmut Linnekugel sieht die Nachwuchsprobleme bei der Freiwilligen Feuerwehr. Noch sei aber Zeit die Ruder herumzureißen und durch verschiedene Kampagnen, verstärkt Feuerwehrnachwuchs zu gewinnen.

Von Elke Müller

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.