Gaucks Lebensgefährtin wirbt für Aufbau eines jüdischen Museums in Volkmarsen

Besuch vor Ort: Daniela Schadt, Lebensgefährtin des Bundespräsidenten Joachim Gauck, lässt sich von Ernst Klein (M.), Vorsitzender des Vereins Rückblende - Gegen das Vergessen, und seinem Mitstreiter Jochen Gerritzen die Entdeckung der Mikwe in Volkmarsen erklären. Das jüdische Ritualbad ist über 500 Jahre alt. Foto: Armin Haß

Volkmarsen. Für den Aufbau eines jüdischen Regionalmuseums im Volkmarser Steinweg 24 mit dem 500 Jahre alten jüdischen Ritualbad warb Daniela Schadt beim Neujahrsempfang in der Nordhessenhalle.

Vor gut 250 Besuchern erklärte sie, jüdische Geschichte müsse in Gänze dargestellt werden, auch die Zeit vor der Shoa, um den Beitrag jüdischer Bürger zur Gesellschaft deutlich zu machen. Damit ist nach ihren Worten nicht die Idee verbunden, die jüdische Geschichte in Deutschland minus der zwölf Jahre des Nationalsozialismus darzustellen, in der Juden verfolgt und ermordet wurden.

Es gehe darum, Geschichte ohne Scheuklappen zu betrachten, und dabei sei der Verein Rückblende – Gegen das Vergessen in Volkmarsen auf dem richtigen Wege. „Wir reden davon, wie viele Juden in den Vernichtungslagern gestorben sind. Wir sollten auch darstellen, wie sie hier gelebt haben, das bereichert die Vermittlung historischer Zusammenhänge.“

 Diese Art des Umgangs mit Geschichte baue Blockaden ab, zerstreue Berührungsängste und wecke Neugierde. Deswegen unterstütze auch die Hessische Landeszentrale für Politische Bildung die Arbeit des Volkmarser Vereins mit seiner Ausstellung über jüdisches Leben in der Region,

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