Gemeinschaft als Zuhause

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Nahm den Schlüssel offiziell in Empfang: Der Leiter des Wohn- und Therapiezentrums „Haus am Scheid“ Eugen Kindler.

Nach 16-monatiger Bauzeit wurde das Wohn- und Therapiezentrum für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen in Volkmarsen offiziell eröffnet.

Sieben Bewohner haben in das „Haus am Scheid“ bereits Einzug gehalten, 30 Plätze bietet das Zentrum des Internationalen Bildungs- und Sozialwerkes insgesamt. Nach und nach sollen die weiteren Bewohner ihr neues Zuhause beziehen.

Ungerechtigkeiten ausgleichen

Wohnen und Leben lautete die Devise des Wohn- und Therapiezentrums, in dem sich 50 Mitarbeiter um die Belange und Bedürfnisse der Bewohner kümmern. Laut Siegfried Renneke, dem Vorsitzenden des Internationalen Bildungs- und Sozialwerks (int-bsw), möchte man vor Ort dem gewaltigen Anspruch und dem hochgesteckten Ziel gerecht werden. „Wir wollen konkret mithelfen, schicksalhafte Ungerechtigkeiten auszugleichen“, so Renneke.

Dafür wurde für rund vier Millionen Euro ein zweigeschossiger, teilunterkellerter Flügelbau in massiver Bauweise erstellt. 30 Einzelzimmer in vier altersgerechten Wohngruppen für nicht mehr schulpflichtige Jugendliche und Erwachsene sind ebenso entstanden wie Gemeinschaftswohn- und Essräume, Wohngruppenküchen und Wohlfühlbäder. Ein Therapiebad, Kreativ- und Bewegungsräume sowie ein Snoezelraum, aber auch der große Garten lassen das Zentrum zu einem Zuhause werden, in dem sich die Bewohner, aber auch das Mitarbeiterteam mit Leiter Eugen Kindler an der Spitze, überaus wohlfühlen können.

Ort sozialer Mitte

Der Träger erlebt derzeit eine große Nachfrage nach Wohnheimplätzen und auch der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration Dr. Wolfgang Dippel begrüßte die Verantwortlichen in einer Region, in der sie gebraucht würden. „Volkmarsen entwickelt sich zum Ort der sozialen Mitte“ unterstrich Bürgermeister Hartmut Linnekugel während der Eröffnung, selbst wurde er vom int-bsw sehr für seine außerordentlich gute Zusammenarbeit gelobt.

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Der Bau soll laut Architekt Hans-Georg Ohlmeier Festigkeit, Nützlichkeit und Schönheit gleichermaßen vereinen. Ihm war eine sensible Einfügung in die Nachbarschaft gelungen.

(zhs)

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