Jugendzentrum in Volkmarsen: Offen bis zum Jahresende?

Noch sind die Türen geöffnet: In einer gesonderten Stadtverordnetenversammlung soll über die Zukunft des Jugendzentrums in Volkmartsen entschieden werden. Foto:  Elke Müller

Volkmarsen. Die Diskussion um eine mögliche Zukunft des Jugendzentrums ist in vollem Gange. Im Ältestenrat und im Magistrat wurde das Thema diskutiert, nun wird wohl eine Sondersitzung der Stadtverordneten geplant.

Nach dieser Sitzung soll möglicherweise ein Förderverein gegründet werden.

Schon am Dienstagabend gab es ein Treffen von Interessierten, bei dem es um die Gründung eines solchen Vereins ging. Das Vorhaben ist aber vorerst aufgeschoben. „Wir wollen die Stadtverordnetensitzung abwarten“, sagt Organisatorin Jenny Ried. Sie hofft schon jetzt darauf, dass sich viele bereit erklären, dem Verein beizutreten.

„Ich hatte den Eindruck, dass wir einen Kompromiss gefunden haben“, sagt Thomas Neutze (FDP) über das Treffen des Ältestenrats. Die Finanzierung sei vorerst gesichert. Das betont auch Arno Walprecht (Unabhängige Liste). Die Finanzierung sei bis Ende des Jahres möglich - auch, ohne weiter ins Minus zu geraten. „Aus den Mitteln im Haushalt könnte das gestemmt werden.“

Dass die gewonne Zeit genutzt werden soll, damit sich der Ausschuss für Familien, Senioren, Jugend und Ehrenamt (FSJE) intensiv mit dem Thema auseinander setzt, sagten Arno Walprecht, aber auch Bruno Kramer (SPD). Auch Fachleute könnten dort gehört werden, so Kramer. „Bis Ende des Jahres könnten so alle Fragen geklärt werden.“

Ein Knackpunkt ist aber: Die Kündigungsfrist bei Jugendpfleger Marcos Koutelas beträgt vier Monate. Soll das Zentrum wie beschlossen Ende Juni schließen, müsste die Kündigung Ende Februar erfolgen. Deshalb soll auch noch in diesem Monat eine Sondersitzung der Stadtverordneten stattfinden.

Ingbert Lauhof (CDU) würde in diese Sitzung einen Vorschlag mitbringen, wie das Jugendzentrum vorübergehend finanziert werden könnte. „Wir werden etwas anbieten“, sagt er, macht aber auch deutlich, dass die CDU zu ihrem Nein steht, wenn sich am Konzept nichts ändert. Schulsozialarbeit könnte sich die Partei als Alternative zum Jugendzentrum vorstellen. Ein möglicher Förderverein müsse sich stark einbringen.

Eine Kombination aus Schulsozialarbeit und Jugendpflege würde Ute Moldenhauer (FWG) begrüßen. So wie bisher könne es nicht weitergehen. „Wir wollen eine gute Lösung“, sagt sie. „Denn die Jugendarbeit liegt uns sehr am Herzen.“

Die Gründung eines Fördervereins für das Volkmarser Jugendzentrum soll am Mittwoch, 4. März, stattfinden. Ab 20 Uhr sind dazu alle Interessierten in das Steinwerk, Pfortenstraße, eingeladen. Bis dahin ist die Gründung eines Fördervereins ausgesetzt.

Von Julia Renner

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