40 Meter hohe Pappel ist kein Kratzbaum

36 Stunden in Astgabel ausgeharrt: Katzenrettung in Volkmarsen

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Eine 40 Meter hohe Pappel ist kein Kratzbaum. Deshalb musste Daniel Raulf diese kleine Katze aus mehr als 30 Metern am Volkmarser Stadtbruch retten Höhe retten.

Volkmarsen. Eine hilflose Katze ist am Freitagmorgen von einem Baum-Experten aus einer Pappel am Stadtbruch gerettet worden.

Landschaftspfleger Daniel Raulf aus Külte wurde vom Ordnungsamt der Stadt Volkmarsen zu Hilfe gerufen, nachdem zwei Anwohnerinnen des Sumpfgebietes am Stadtbruch die maunzende Katze über viele Stunden beobachtet hatten.

Offenbar war das junge Kätzchen zwar mutig und kräftig genug, den gerade gewachsenen Stamm der insgesamt rund 40 Meter hohen Pappel zu erklettern. Auf halbem Wege aber hatte sie dann doch der Mut verlassen, so dass sie die ganze Nacht über in einer Astgabel in rund 28 Metern Höhe ausharrte.

Am nächsten Morgen musste dann Daniel Raulf mit Steigeisen und Seilsicherung ans Werk. Am Boden verfolgten Stadtbrandinspektor Kai Wiebusch und Feuerwehrmann Tobias Schümmelfeder sowie Jürgen Salokat vom Ordnungsamt der Stadt Volkmarsen die Rettungsaktion.

Zwischendurch hatten die Männer immer wieder Grund zum Fluchen, denn die Katze flüchtete immer wieder - scheinbar aus Angst vor dem herannahenden Retter in immer höhere Astverzweigungen.

Ehefrau Lena Raulf beobachtete die Situation mit gemischten Gefühlen vom sicheren Boden aus. Sie kennt zwar die Kletterkünste ihres Mannes. Gleichzeitig weiß sie aber auch, dass Baumklettern immer auch mit Risiko verbunden ist.

Umso größer die Freude, als dann schließlich das Happy-End der Rettungsaktion bevorstand: Das Kätzchen hatte Raulf schließlich doch mit einigen Streicheleinheiten sicher in einem Tragesack verstauen können. Dann ging es für die beiden am Seil hängend sicher nach unten.

36 Stunden in Astgabel ausgeharrt: Katzenrettung im Volkmarser Stadtbruch

Die Frage, ob das verängstigte und möglicherweise entkräftete Kätzchen denn zur Sicherheit noch zum Tierarzt gebracht werden müsse, erübrigte sich, als die Helfer den Sack mit dem Guckgitter in Augenschein nahmen und öffneten: Das etwa zwei Jahre alte Kätzchen war ganz und gar nicht kraftlos, sondern quietschfidel.

Mit einem Satz sprang es auf die Wiese und flüchtete im Eiltempo in Richtung Moorwiese. Alles in Ordnung. Gespannt auf neue Abenteuer.

Von Elmar Schulten

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