Kreis engagierter Volkmarser organisierte Essen für Asylbewerber

Neues Zuhause: Asylbewerber sind in der Pension von Mario Nardone ein Zuhause untergebracht worden. Auf dem Bild zehn der elf Asylbewerber mit Ewa und Mario Nardone (sechster von links) und Ernst Klein (rechts), der den Helferkreis imitiert hat. Foto:  Elke Müller

Volkmarsen. Als erste gute Tat 2015 veranstaltete ein kleiner Kreis engagierter Volkmarser ein Essen für zehn Asylbewerber. Die Flüchtlinge leben seit Oktober in Volkmarsen.

Die Männer aus Afghanistan, Indien, Pakistan, Albanien oder Georgien wohnen in der Pension von Mario Nardone, dem Betreiber des Restaurant Cafés „Adoro“ in Volkmarsen. Er und seine Frau Ewa mussten nicht lange überlegen, als Bürgermeister Hartmut Linnekugel an das Ehepaar herantrat, mit der Bitte, die leer stehenden Zimmer der Pension in Volkmarsen hilfsbedürftigen Asylbewerbern zur Verfügung zu stellen. „Wir waren sofort einverstanden“, erzählt Mario Nardone. Und weil es sich vornehmlich um Jugendliche und junge Männer handelt fügt er schmunzelnd hinzu: „Jetzt haben wir elf Kinder, um die wir uns kümmern können.“

Unterstützt werden die beiden von Brigitte Schade-Kleist, Ernst Klein und einer Gruppe von Volkmarsern, die sich mit viel bürgerlichen Engagement um die Belange jungen Männer kümmert. Ernst Klein war es auch, der für die Mitglieder des Helferkreises und die Asylbewerber ein Begegnungsessen im Restaurant „Adoro“ organisiert hat.

Für Mario Nardone eine besondere Herausforderung: Angelehnt an die unterschiedlichen Nationalitäten seiner Gäste hatte er eine internationale Menüvielfalt vorbereitet: Lamm auf Gemüse mit Safran Reis, als indische Spezialität, Reis mit Gemüsehähnchen, orientalisch angerichtet oder Hähnchen überbacken mit Kartoffeln auf mediterrane Art.

Während des Essens blieb viel Raum für Gespräche zwischen Gastgebern und Gästen. Finanziert wurden die Essen für die Asylbewerber von den Mitgliedern des Helferkreises. „Wir sorgen uns auch darum, dass die Männer beschäftigt werden“, erzählt Ernst Klein. Dazu gehöre zum Beispiel, dass sich die jungen Leute in ihrer Freizeit im Turnverein, im Sportstudio Phönix oder beim heimischen VfR betätigen können.

„Laut Gesetz erhalten Asylbewerber erst Deutschunterricht, wenn das Asylverfahren entschieden ist“, erzählt Ernst Klein. Damit diese wertvolle Zeit nicht ungenutzt verstreicht, bekommen die Männer drei Mal in der Woche Sprachunterricht, ehrenamtlich durch engagierte Mitglieder des Helferkreises.

„Wer helfen möchte, kann dies auch in Form von Sachspenden tun“, appelliert Mario Nardone. Benötigt werden Küchenutensilien wie Tassen oder Teller, aber auch eine ausrangierte Küche, ein Küchenherd oder ein Kleiderschrank, der nicht mehr benötigt wird, ist sehr willkommen. Das gilt auch für Kleidung für Sport und Freizeit oder Schuhe und Sportschuhe. (zek)

Ansprechpartner ist Mario Nardone, 05692/9912352.

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