Am Sonntag wird Martin Fischer in sein Amt eingeführt

Neuer Pfarrer in Volkmarsen war früher Finanzbeamter

Neuer Seelsorger: Pfarrer Martin Fischer ist seit Mitte August katholischer Pfarrer von St. Marien Volkmarsen. Er wird am Sonntag, 6. September, in sein neues Amt eingeführt. Foto: Schulten

Volkmarsen. Der neue katholische Pfarrer von Volkmarsen war Finanzbeamter, bevor er sich zum Theologiestudium entschied.

Pfarrer Fischer wird am Sonntag, 6. September, ab 14.30 Uhr in einem feierlichen Gottesdienst von Dechant Harald Fischer aus Kassel in sein neues Amt eingeführt.

Wenn der heute 42-Jährige zurückblickt, stand er eigentlich schon immer der Kirche nahe. Aufgewachsen in Petersberg bei Fulda war er früh durch den Glauben seiner Eltern geprägt. Die Familie war in der katholischen Kolpingbewegung aktiv. Auch Martin Fischer war Vorsitzender der Kolpingsfamilie und Lektor in seiner Gemeinde.

Das Interesse für theologische und philosophische Fragen wurde vor allem im Religionsunterricht der Oberstufe des Beruflichen Gymnasiums mit Schwerpunkt Wirtschaft in Fulda geweckt.

Doch mit dem Abitur in der Tasche entschied sich der junge Mann zunächst für eine Ausbildung für die Beamtenlaufbahn des gehobenen Dienstes in der Steuerverwaltung. Als fertiger Diplom-Finanzwirt absolvierte er ein Jahr Zivildienst am Klinikum in Fulda.

Es folgten sechs Jahre als Sachbearbeiter beim Finanzamt Frankfurt am Main III und als Betriebsprüfer. Von 2002 bis 2008 studierte er Theologie in Fulda und München. Anschließend ging der Diplom-Theologe für sechs Monate nach Jerusalem. Schon vorher hatte er das heilige Land bei Pilgerreisen kennengelernt.

So spricht Pfarrer Fischer von einer „großen Lieben zum heiligen Land, dem Land der Bibel“. Als Theologe könne er nun viele Aussagen der Bibel viel besser örtlich zuordnen.

Er wolle als Pfarrer für alle 2487 Seelen in seiner Gemeinde da sein, sich in den kommenden Wochen und Monaten ansehen, was alles laufe und gute funktioniere und dann erst überlegen, was man anders machen könnte. Fischer: „Ich muss erst Strukturen und Gesichter kennenlernen. Da hat es die Gemeinde einfacher. Die muss sich nur ein neues Gesicht merken.“

Gutes ökumenisches Miteinander hat Pfarrer Fischer schon in den Gemeinden in Somborn und Bimbach kennengelernt, wo er nach seiner Priesterweihe 2010 als Kaplan tätig war.

Und auch in Volkmarsen, seiner ersten eigenen Pfarrstelle, will er ein gutes Miteinander mit den evangelischen Christen pflegen. (es)

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