Volkmarser Büchereien bleiben erhalten, Badkosten bleiben stabil

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Volkmarsen. Mit der Bücherei in Ehringen betreibt die Stadt Volkmarsen insgesamt vier Bibliotheken. Sie alle werden auch in Zukunft ihr Dasein behalten.

Damit folgte der Magistrat den Anträgen der FWG- und der SPD-Fraktion - trotz angestrebter Einsparungen - sowohl die Bücherei in Ehringen, als auch in den anderen Ortsteilen fortzuführen.

Die Bücherei in Ehringen zu erhalten und trotzdem Kosten einzusparen, sei möglich, ist sich Thomas Neutze (FDP) sicher. „Aus Gesprächen mit Betroffenen und Verantwortlichen sehen wir die Chance, die laufenden Kosten deutlich zu reduzieren, so dass trotz der notwendigen Einsparungen der Betrieb der Bücherei in Ehringen weitergeführt werden kann“, hebt der FWG-Fraktionsvorsitzende Klaus Teppe hervor. „Wir wollen, dass alle Büchereien in bewährter Form weitergeführt werden“, stimmt der SPD-Fraktionsvorsitzende Bruno Kramer zu. Insbesondere für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen sind lokal erreichbare Angebote der Buchausleihe erwünscht und notwendig. Deshalb stellen gerade in den Ortsteilen die Bibliotheken einen unverzichtbaren Beitrag zur Lebensperspektive im ländlichen Raum dar.

Bad besser vermarkten 

Vorerst aufgeschoben ist auch die Erhöhung der Eintrittsgelder für die Schwimmbäder in Volkmarsen und Ehringen. Das Eintrittsgeld für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre wird nicht erhöht. Die daraus resultierenden Mindereinnahmen werden bis zur abschließenden Beratung des Haushaltes neu berechnet und geändert im Haushalt eingebracht.

Um die Einnahmen entsprechend zu steigern, wird der Magistrat damit beauftragt, ein Marketingkonzept zu erstellen. „Wir haben eines der schönsten Schwimmbäder in Nordhessen. Aber wir tun nichts dafür, um die Attraktivität der Anlagen zu steigern“, gibt Bruno Kramer zu bedenken. So könnten im Schwimmbad doch Kindernachmittage und -geburtstage gefeiert werden, Fitnesskurse wie Aquafitness oder auch Strandpartys angeboten werden, wie es manche Nachbarstädte längst praktizieren. Außerdem könne ein Flyer, der über das Schwimmbad und seine zahlreichen Freizeitangebote informiert, öffentlich im Rathaus oder den Geschäften ausliegen, regt Kramer an.

„Wir schauen ein Stück weit in Richtung Twistesee“, gibt Bürgermeister Hartmut Linnekugel zu bedenken. Denn man wisse nicht, was das für einen Abfluss von Volkmarsen geben werde, sagte er. Um Kosten einzusparen, sei eine der ersten Maßnahmen, das Frühschwimmen abzuschaffen und die Öffnungszeit für das Burgschwimmbad auf 13 Uhr zu legen. Das Fazit lautet: keine Erhöhung der Eintrittsgelder, dafür aber müsse umgehend ein intensives Marketingkonzept entwickeln werden, hebt Bruno Kramer hervor. (zek)

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