Buch „Stacheln im Honig“: Volkmarser ist Mitherausgeber

Gelungen: Ernst Klein präsentierte das Buch „Stacheln im Honig“ von Joel Dorkam-Dispeker in der Geschichtswerkstatt Rückblende. Foto:  Ulrike Emde

Volkmarsen. Joel Dorkam-Dispeker führt seine Leser mit „Stacheln im Honig - Eine deutsch-israelische Lebensgeschichte" durch ereignisreiche Stationen und historische Ereignisse seines Lebens.

Ernst Klein, Vorsitzender des Arbeitskreises Rückblende und Mitherausgeber des Buchs, stellte das Werk jetzt vor.

1929 kam Dorkam-Dispeker als Sohn des bekannten jüdischen Journalisten Sigmund Dispeker in Kassel zur Welt. Nach unbeschwerten Kindertagen musste er sich 1933 auf eine lange Reise durch Frankreich (1933-1942) und Spanien (1942-1944) bis nach Israel begeben, wo der heute 85-Jährige geistig rege Autor mit seiner Familie in einem sozialistischen Kibuz lebt.

Zum Nachdenken anregen 

Mit Hilfe der Tagebücher seiner Eltern sowie seiner eigenen Erinnerungen beginnt in einer einfachen, gut lesbaren Sprache die Lebensgeschichte der Familie im 17. Jahrhundert und führt durch zwei Weltkriege. Das stürmische, rastlose und ereignisreiche Leben spiegelt sich in seinen Aufzeichnungen sehr authentisch wider. Ernst Klein, Mitherausgeber des Buches, lernte Joel Dorkam-Dispeker vor einigen Jahren bei einem von der Stadt Kassel organisierten Treffen 100 ehemaliger Kasseler Juden kennen. Seit dieser Zeit riss der Kontakt nicht mehr ab.

Bei Kleins Besuchen in Israel schilderte ihm der Autor seine Lebensgeschichte und bat ihn anlässlich seines letzten Aufenthaltes im März diesen Jahres, die israelische Ausgabe seiner Lebenserinnerungen möglichst in einem Buch in deutscher Sprache zu veröffentlichen. Für Klein war es eine Selbstverständlichkeit, diesem Wunsch zu entsprechen. In nur acht Monaten gelang es ihm, in Zusammenarbeit mit Mechthild Wallbrecher aus München sowie der Übersetzerin Rachel Gruenberg-Elbaz eine druckreife deutsche Fassung der Lebenserinnerungen zu erarbeiten.

In einem Brief an Ernst Klein brachte Dorkam-Dispeker seine Freude über das Erscheinen seines Buches in deutscher Sprache zum Ausdruck und regte dazu an, auf dem Weg der aktiven Weltgestaltung und Menschenwürde weiterzugehen, niemals aufzugeben und immer wieder von Neuem zu beginnen.

Klein schloss seine Buchpräsentation in der Hoffnung, dass die Leser durch die Vermittlung historischen Wissens zum Nachdenken angeregt werden und ihre persönliche Urteilsfähigkeit stärken.

1200 Exemplare wurden mit Unterstützung des Lions-Clubs „Kurhessen“ Kassel im Schüren-Verlag gedruckt. Das Werk ist in allen Buchhandlungen erhältlich.

Von Ulrike Emde

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