Zeit bis September: Jugendzentrum Volkmarsen bleibt geöffnet

+

Volkmarsen. Vorerst bis Ende September wird das Jugendzentrum in Volkmarsen geöffnet bleiben. Darauf einigten sich die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung.

Ziel ist es, Zeit zu gewinnen, um „den handelnden Personen für die Entwicklung eines neuen Konzeptes Zeit zu geben“. So lautete der Beschlussvorschlag von CDU und FWG, der mit 16 Ja-, sieben Nein-Stimmen und vier Enthaltungen angenommen wurde.

Gleichzeitig wird der Magistrat beauftragt, das Gespräch mit der Kugelsburgschule und weiteren Verantwortlichen zu suchen, um die erforderlichen Schritte zur Einführung der Schulsozialarbeit bis zum nächsten Schuljahr einzuleiten. Zur Förderung der Jugendarbeit stellt die Stadt Volkmarsen ab dem 1. Juli zusätzlich monatlich 1000 Euro zu Verfügung.

In der Diskussion herrschte Einigkeit darüber, das Jugendzentrum auf verschiedenen Säulen zu tragen. Neben der Kommune und der Schulsozialarbeit steht die Gründung eines Fördervereins auf dem Plan. Sie alle sinnvoll miteinander zu vernetzen, sei Aufgabe des FSJE (Ausschuss für Familien, Senioren, Jugend und Ehrenamt), formuliert Arno Walprecht (UL) seinen Standpunkt. Die Hauptdiskussion müsse in den kommenden Monaten erfolgen, forderte Klaus Teppe (FWG). „Ein „Weiter so“ ist nicht gewollt.“ Vielmehr sind Veränderungen von allen Seiten gewünscht.

„Nicht weiter so, aber ohne etwas zu zerschlagen“, benannte Thomas Neutze (FDP), seine Forderung. „Wir haben nicht intensiv genug in der Vergangenheit diskutiert. Es wäre schön gewesen, wenn sich Eltern und Jugendliche schon früher zu Wort gemeldet hätten“, betonte der vor dem Hintergrund, dass erst jetzt das öffentliche Interesse wächst.

Ziel müsse es sein, auf der Basis der vorhandenen Arbeit eine Lösung aufzubauen, Wege zu suchen und andere Träger wie zum Beispiel die Kirche mit ins Boot zu holen. SPD-Mann Bruno Kramer geht die Lösung nicht weit genug. „Warum geben wir uns nicht Zeit bis zum 31. Dezember?“, fragt er in die Runde. „Wenn das Jugendzentrum die Mücke macht, bin ich nicht mehr bereit, für die Stadt zu arbeiten“, reagiert er emotional.

Für Klaus Teppe steht fest, dass die Diskussion in vielen Punkten in die richtige Richtung geht. Nun habe man Zeit, Monaten eine tragbare Lösung zu finden.

Von Elke Müller

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.