Vorsicht: Zecken sind wieder besonders aktiv

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Kann gefährliche Krankheiten übertragen: die Zecke, im Volksmund auch Holzbock genannt.

Waldeck-Frankenberg. Die Zecken in Waldeck-Frankenberg sind wieder munter: „Mit den steigenden Temperaturen beginnt die Zecken-Saison, die bis in den Herbst dauert“, sagt Brigitte Ringeler-Leipholz, Leiterin der Borreliose-Selbsthilfegruppe in Kassel.

In vielen Fällen verlaufe ein Zeckenstich harmlos. Allerdings können die Parasiten auch Erkrankungen wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose zur Folge haben.

FSME-Erkrankungen – die zu neurologischen Problemen bis zum Tod führen können – sind selten. Deutschlandweit wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) im vergangenen Jahr 348 FSME-Erkrankungen gemeldet. „Für 2017 liegen uns in Waldeck-Frankenberg bisher keine Meldungen vor. Der Kreis gehört nicht zu den Risikogebieten“, sagt Kreissprecherin Ann-Kathrin Heimbuchner. Seit 2010 gab es nur vier gemeldete Fälle. Größer ist die Gefahr in Süddeutschland. Marburg-Biedenkopf ist laut RKI das nördlichste Risikogebiet.

Es sei trotzdem wichtig, sich zu schützen, etwa durch eine Impfung, lautet die Empfehlung des Kreises. Das sei besonders für Menschen empfehlenswert, die sich beruflich oder in der Freizeit viel in der Natur bewegen.

Zur Häufigkeit der Borreliose gibt es keine verlässlichen Angaben, da die Krankheit in Hessen nicht meldepflichtig ist. Das RKI nennt es eine weit verbreitete Erkrankung, die ernst zu nehmen sei. Schätzungen reichen von 40 000 bis über 200 0000 Fällen in Deutschland. Gebietsabhängig sind fünf bis 35 Prozent aller Zecken mit Borrelien infiziert, sagt Heimbuchner. Borreliose kann Probleme mit Haut, Nervensystem und Gelenken verursachen. Grundsätzlich gilt: „Je eher eine Zecke entfernt wird, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass keine Übertragung stattfindet“, so Heimbuchner. Die Zecke sollte direkt über der Haut durch eine Zeckenpinzette, -zange oder -karte entfernt werden.

Wo Zecken in Deutschland vorkommen, zu welcher Jahreszeit sie aktiv sind, wie man sich am besten vor ihnen schützt und viele weitere Fragen beantworten wir in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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