Xaver bläst Orkanböen über Waldeck-Frankenberg - Warnung vor Gewitter

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In Frankenberg hatte HNA-Volontär Matthias Hoffmann (Foto) mit Wind und Schnee zu kämpfen.

Waldeck-Frankenberg. Ab Donnerstagnachmittag nahm Sturmtief Xaver auch in Waldeck-Frankenberg deutlich zu. Der Deutsche Wetterdienst gab eine Unwetterwarnung für den Landkreis aus.

In Lagen über 600 Metern kam es zu orkanartigen Böen. Im flacheren Gebieten wurde vor Sturmböen gewarnt, weil Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden könnten. Meldungen über größere Sturmschäden lagen bis zum Abend nicht vor. Die Warnung gilt aktuell bis zum Freitag, 10 Uhr.

Hinzu kommt die Warnung vor Schnee ab 600 Metern und dort auch vor starken Schneeverwehungen. 

Laut aktueller  Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes ist im Kreis Waldeck-Frankenberg mit orkanartigen Böen bis 115 Kilometern in der Stunde zu rechnen. Außerdem gilt seit 15.50 Uhr eine amtliche Unwetterwarnung vor starken Schneeverwehungen im Kreis Waldeck-Frankenberg. Aufgrund von Neuschnee und Böen von 65 km/h, also 8 Windstärken könnten oberhalb von 600 Metern starke Schneeverwehungen auftreten. Verbreitet wird es glatt. Im Laufe der Nacht zum Freitag sinkt die Schneefallgrenze bis in die Tallagen. Möglicherweise wird die Warnung auf Höhenlagen unterhalb 600 Meter ausgedehnt.

Thomas Engelbrecht, Betriebsführer beim Windpark-Betreiber Lenpower, sah Xaver gelassen entgegen. Für die Windräder, die das Unternehmen unter anderem im Windpark bei Adorf betreibt, gelte eine Hersteller-Garantie bis zu einer Windgeschwindigkeit von 75 Metern pro Sekunde (270 Stundenkilometer). Die sei im Binnenland noch nicht erreicht worden. Deshalb erwarte er auch bei Sturmtief Xaver keine Probleme.

Mit 100 Stundenkilometern pfiff der Wind am Donnerstagnachmittag auf dem Willinger Ettelsberg. Seilbahn-Geschäftsführer Jörg Wilke hatte auf 800 Metern Höhe den Windmesser gestartet. Doch Gefahr bestehe nicht. Die Seilbahn ist noch in Revision und steht eh still, alle Kabinen sind in der Garage. Ursprünglich war geplant, dass die Bahn am Freitag um 9 Uhr wieder in Betrieb geht. Das ist nun fraglich. „Wir entscheiden das am Freitagmorgen“, erklärte Wilke. Er geht davon aus, dass die Bahn am Wochenende wie gewohnt fährt.

Eine allgemeine Anordnung des Landkreises zu Schul-Schließungen gebe es nicht, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat Donnerstagabend. Sie war laut Landrat auch nicht abzusehen. Ob am Freitag eine Schließung notwendig werde, liege im Ermessen der jeweiligen Schulleitungen. Deshalb sollten Eltern gegebenenfalls Kontakt mit den Schulen aufnehmen und sich informieren. Auch die Busunternehmer müssten selbst entscheiden, ob sie die Fahrten am Freitag zur Schule antreten, ergänzte der Landrat in der Kreisstadt Korbach.

Im Forstamt Frankenberg hatte man wegen des drohenden Sturms eine Gesellschaftsjagd vorsorglich abgebrochen. Ansonsten sah man Xaver entspannt entgegen. „Sollte der Sturm zunehmen, werden unsere Waldarbeiter ihre Tätigkeiten im Wald einstellen. Ansonsten werden wir erst aktiv, wenn wir die Feuerwehr beispielsweise bei Räumungsarbeiten unterstützen“, sagte Joachim Dienst vom Forstamt. „Präventiv können wir nicht viel machen. Wir können die Bäume ja nicht festbinden.“

In Waldeck Frankenberg wird noch bis Freitag, 18 Uhr, für Lagen über 600 Metern vor Neuschnee, starken Schneeverwehungen sowie wiederholten Böen von 65 km/h gewarnt. Verbreitet wird es glatt. Vermutlich wird die Warnung auf Lagen unter 600 Meter ausgedehnt.

Leser, die Schäden beobachten, können diese an korbach@hna.de mailen oder auf www.facebook.com/HNAwafk posten

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