Premiere beim Circus Probst: Artisten verzaubern mit einzigartigem Flair

Wenn der Atem stockt

Premiere beim Circus Probst: Unter anderem zeigte Tamara Khourchoudova in Korbach diese rasante Jonglage mit Leuchtstäben und einem leuchtenden Tuch.

Korbach. Der Donner über Korbach klingt gar nicht durch, die Schau lässt das Wetter vergessen. Für zweieinhalb Stunden entführten die Artisten am Mittwoch das Publikum in die zauberhafte Welt des Circus Probst. „Leidenschaft“ heißt die Show, die die Artisten aus mehreren Kontinenten unter dem großen Kuppelzelt präsentieren.

Direktor Reinhard Probst (58) will darin Spitzenartistik und herzerfrischende Komik vereinen. Atemberaubende Nummern sind zu sehen, wenn der Kubaner Utnier am Schwungseil oder Adele mit ihrer Luftartistik über der Manege durch die Luft schweben.

Und selbst die Mitglieder der Clown-Familie Stoliarov lassen den Atem stocken, wenn sie ihre Trapeznummer unter der Zirkuskuppel zeigen. Für die wurden sie übrigens beim Zirkusfestival in Monte Carlo ausgezeichnet. Vater, Mutter und Sohn Stoliarov unterhalten während der ganzen Schau. Sie sind ein liebenswertes Trio, das mit seinen heiteren, aber auch überraschenden Einlagen die Herzen der Zuschauer gewinnt.

Probst hat Artisten verpflichtet, die bekannte Nummern mit neuem Inhalt präsentieren. Da ist Daikel. Er lässt Keulen und Ringe durch die Luft fliegen. Und natürlich Bälle. Kleine Tischtennisbälle jongliert der Kubaner sogar mit dem Mund – so schnell, dass man kaum hinterherschauen kann.

Spiel mit weißen Löwen

Eine Besonderheit zeigt der tschechische Tierlehrer Ludvik Berousek: die größte Gruppe weißer Löwen in einem europäischen Zirkus. Aus der Nähe der Manege erlebt man eindrucksvoll die Größe der Tiere, mit denen Berousek scheinbar spielerisch umgeht.

Ganz andere Tiere stellte Direktor Reinhard Probst vor: Er vereint Tiere aus allen Kontinenten. Kaltblutpferde, Kamele, Watussirinder, ein Yak, Lamas und sogar ein Emu dirigiert er in der Manege.

Tochter Stephanie ist für die Pferde zuständig. Im ersten Teil des Programms präsentiert sie Araber. Im zweiten Teil nach der Pause ist sie mit der „Ungarischen Post“ zu sehen. Auf zwei Pferden stehend, ist sie in der Manege unterwegs. Nach und nach kommen sechs Pferde dazu, die sie schließlich von den Pferderücken aus lenkt.

In der Korbacher Premiere freuten sich die Artisten über reichlich Szenenapplaus. Das sei beim Zirkus durchaus nicht üblich, hieß es von Mitarbeitern. Mit viel Beifall dankte das Publikum den Mitwirkenden beim Finale.

Service: Die Aufführungstermine: bis Samstag, 3. Mai, jeweils um 16 und um 19.30 Uhr, am Sonntag, 4. Mai, um 11 und um 16 Uhr. Die Tierschau ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Kartenvorverkauf bei der Buchhandlung Schreiber in Korbach, Prof.-Bier-Str. 3, sowie an der Zirkuskasse.

Von Bernd Schünemann

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