Mallorca-Atmosphäre am Ettelsberg

18.000 Schlager-Fans feierten ausgelassen bei „Viva Willingen“ 

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Interaktion zwischen Künstlern und Fans: Bei Jürgen Milskis Malle-Hymne „Ihr könnt mich alle, alle“ gingen die Fans voll ab.

Willingen. Die Sonne lachte zwar nur ganz kurz über Willingen, aber rund 18.000 Schlager-Fans ließen sich bei „Viva Willingen“ von der zumeist geschlossenen Wolkendecke nicht die Feierlaune verderben.

Denn die angesagtesten Party-Acts von der Sonneninsel verbreiteten Malle-Stimmung pur, holten Fans zum Duett auf die Bühne oder gingen nach dem Auftritt an die Rampe und schrieben fleißig Autogramme.

Die Interaktion war vorbildlich und alles andere als eine One-Man-Show. Wenn Willi Herren seinen „Alkohol-Blues“ oder den Gaucho-Song performte, dann ging das Publikum voll mit und vollzog das Spektakel auf der Bühne mit nach.

Das pralle Malle-Feeling mit sämtlichen Nuancen, auch schmerzhaften Begleiterscheinungen hatte sich auch Tobee zum Programm gemacht. Bei „Morgen wieder Aua im Kopf“ vermittelten die pochenden Bassgrooves die Nachwirkungen der letzten Nacht bis in jede Pore. Auch Ikke Hüftgold gewann den Schattenseiten des Morgens danach ein paar heitere Noten ab, den Gipfel in Sachen Lebensfreude komme was da wolle markierte Peter Wackels Mallorca-Hymne „Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr“, mit „Drei Tage wach“ legte die feste Größe im Bierkönig munter nach.

Duett: Jürgen Milski mit Verstärkung aus dem Publikum.

Mia Julias Hit „Mallorca, da bin ich daheim“ ist derzeit auf dem besten Weg, sich zur neuen Hymne der Ferieninsel zu mausern. Die Königin vom Ballermann erwies mit einer Extrastrophe mit Willingen als geilstem Ort der Welt dem Schauplatz ihres heiß herbeigesehnten Auftritts eine gern gehörte Reverenz.

Melodien zum Träumen kamen nicht zu kurz: Anna Maria Zimmermann stimmte „Tornero“ an und machte den Männern vor Ort Komplimente für ihr gutes Herz. Norman Langen nahm eine Welt voller Krisenmeldungen zum Anlass für einen gern gehörten Aufruf zum Feiern gegen die Untergangsstimmung.

Die Auftritte der Eurodance-Formationen Culture Beat und Hermes House Band erweiterten die Klangpalette nicht nur um Genre-Klassiker wie „Mister Vain“ oder „Life is Life“ und eine tolle Bühnenshow, sondern machten auch deutlich, wie viel vom einstigen Dancefloor zum aktuellen Partyschlager gehört. Letzter Künstler des Abends war Mickie Krause, der die Schlagerfreunde auch mit der jüngsten Single „Mich hat ein Engel geküsst“ begeisterte.

„Zwanzig Minuten nachdem der letzte Ton verklungen war, ist das Gelände leer gewesen“, blickt Horst Schröder auf einen rundum reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zurück. „Auch die Polizei hat uns ein gutes Zeugnis ausgestellt. Für eine Veranstaltung dieser Größenordnung ist es zu keinem nennenswerten Vorfall gekommen. Zwei von uns engangierte Reinigungsfirmen haben über Nacht alles sauber gemacht. Ab Morgens um neun Uhr waren die Straßen wieder picobello.“

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