Party-Wirt aus Willingen auf der Liste

Deutscher Gastronomiepreis: "Siggis Hütte"-Chef nominiert

Ist für den Deutschen Gastronomiepreis 2015 nominiert: der Willinger Hüttenwirt Siegfried von der Heide, besser bekannt als „Siggi“, vor seiner Hütte auf dem Ettelsberg. Archivfoto: Wüllner

Willingen. Er ist für seine Gäste Entertainer und Gastgeber zugleich: Siegfried von der Heide. Der Hüttenwirt vom Willinger Ettelsberg ist für einen besonderen Titel nominiert.

Sechs Gastronomen sind jetzt für den 21. Deutschen Gastronomiepreis nominiert worden. Unter ihnen Siegfried von der Heide von "Siggis Hütte" auf dem Ettelsberg in Willingen. „Siggi lebt für die Gastronomie“ – das meint die Jury des Deutschen Gastronomiepreises und nahm den außergewöhnlichen Hüttenchef als Kandidaten in die Kategorie „Beverage (Getränke-orientierte Gastronomiebetriebe)“ auf.

Der Deutsche Gastronomiepreis (Warsteiner Preis) zählt nach Angaben der Initiatoren zu den renommiertesten Branchenauszeichnungen. Zu den Jurymitgliedern gehören Ernst Fischer (Präsident Deutscher Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA) und Günther Guder (Geschäftsführender Vorstand Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels). Mit dem Preis werden besondere Persönlichkeiten der bundesdeutschen Gastronomie geehrt. Seit 2007 ist die Auszeichnung in die Warsteiner-Gruppe integriert und steht unter Schirmherrschaft von Catharina Cramer, Geschäftsführende Gesellschafterin der Gruppe.

„Bereits im 22. Jahr geht es um außergewöhnliche unternehmerische Leistungen, nachhaltige Ideen oder beispielhafte Konzepte. (...) Die geführte Biermarke spielt dabei überhaupt keine Rolle“, heißt es in der Ausschreibung.

Mehr als 37 Jahre gibt der inzwischen 72-jährige Siegfried von der Heide, allseits bekannt als „Siggi“, Vollgas in seinem Berggasthof. Der gelernte Bäcker übernahm die Hütte auf 838 Metern Höhe im Jahr 1977. Mit seiner Familie und 15 Angestellten bewirtschaftet er das rustikale Almhaus täglich von 9 bis 17 Uhr. „Ich hab ein wahnsinnig gutes Team“, erklärt Siggi.

Skifahrer und Rodler kehren bei ihm genauso ein wie Biker und Wanderer. An den Wochenenden platzt ‚Siggis Hütte‘ im Sommer und im Winter aus allen Nähten – dann herrscht Après-Ski-Stimmung. Bis zu 3000 Gäste sammeln sich an einem Samstag in der Hütte. 2013 waren es eine Viertel Million Menschen, die den Weg zu ‚Siggis Hütte‘ fanden.

„Die Leute kommen seinetwegen“, ist Lothar Menge überzeugt. Der Vertriebsdirektor Gastronomie der Warsteiner Gruppe sitzt der Jury des Deutschen Gastronomiepreises vor. „Sie wollen Siggi erleben, wie er Melodien auf der selbstgebauten Schleudertrompete zum Besten gibt, die Polonaise anführt oder das hauseigene Feuerwasser flambiert“, sagt Menge.

Von Generaldirektor bis Schornsteinfeger: Siggi nimmt jeden Ernst. „Mit Arroganz kommt man in der Gastronomie nicht weiter.“ Er ist für seine Gäste Freund, Entertainer und Gastgeber zugleich. Mit Erbsensuppe im Glas, Schnaps zum Entflammen und musikalischen Sondereinlagen. Von der Heide: „Für den Gast tue ich alles, was ich kann. Und ein Dankeschön bekomme ich sofort zurück.“

Der Deutsche Gastronomiepreis 2015 wird Anfang des nächsten Jahres in Berlin vergeben. (nh/aha)

Mehr Informationen auf:

www.warsteiner-preis.de

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.