Europas längste Extremwanderung

Neues Sportereignis im Juni: Von Willingen zum Edersee und zurück

Willingen/Edersee. 159 Kilometer in zwei Tagen: Mit einer Extremwanderung von Willingen zum Edersee und zurück gibt es vom 22. bis 24. Juni ein neues Sportereignis. 

Dazu laden die Upland-Gemeinde, die Erlebnisregion Edersee und die Hansestadt Korbach ein.

„In dieser Form gibt es das europaweit noch nicht“, erklärt Claus Günther, Geschäftsführer der Edersee-Touristik (ET). Bei den bisher längsten Veranstaltungen dieser Art würden die Teilnehmer 80 bis 110 Kilometer zurücklegen.

„Extremwanderer sind eine recht kleine Klientel“, berichtet Klaus Hamel von der ET. Und auch das Teilnehmerfeld ist begrenzt: 150 Plätze gibt es, mehr als 130 sind schon besetzt. Gegebenenfalls werde eine Warteliste eingerichtet. Die Startgebühr beträgt 95 Euro. Angemeldet haben sich Wanderer etwa aus Frankreich, Dänemark und Österreich, aber auch aus dem Landkreis wagen sich einige an das Experiment heran.

Auch für die Veranstalter ist es Neuland. „Wir haben grob überschlagen: drei Stundenkilometer mal 48 Stunden“, erklärt Hamel. Ob das machbar sei, haben sie mit Extremwanderern beraten. „Aber dass es keine Erfahrungsgrößen gibt, ist ein wesentlicher Grund für die Begrenzung des Teilnehmerfeldes“, erklärt Claus Günther. Das mache es leichter erschöpfte Wanderer aufzusammeln und zu verhindern, dass sich Teilnehmer verlaufen.

Ein weiterer Grund für die Begrenzung: „Es werden sehr sensible Bereiche durchquert, gerade im Nationalpark - da darf nur tagsüber gewandert werden“, ergänzt Klaus Hamel. Der Nationalpark und die Naturparks Kellerwald-Edersee und Diemelsee stehen unterstützend zur Seite.

Erfahrungen hat die ET mit den 80 Kilometer langen 24-Stunden-Wanderungen am Edersee gesammelt. Vor zwei Jahren kam die Idee zur neuen Veranstaltung auf, Willingen und Korbach waren schnell dabei.

Sponsoren für SOS-Kinderdörfer

Das Extremwandern ist mit Wohltätigkeit verbunden: „Wir suchen pro Teilnehmer einen Sponsor, der einen Euro pro Kilometer bezahlt“, erklärt Claus Günther. „Oder mehr“, wirft der Korbacher Wirtschaftförderer Marc Mühlenhoff ein. Das Geld gehe zu 100 Prozent an die SOS-Kinderdörfer. Firmen und Privatpersonen können sich melden. Sponsoren werden auf der Internetseite www.wanderabenteuer-edersee.de und an Pausenstationen präsentiert.

Entwickelt wurde die Idee beim Weltcup-Springen in Willingen, berichtet Ernst Kesper: Dabei wurde Kontakt zur Schauspielerin Elisabeth Lanz aufgenommen, Botschafterin der Kinderdörfer.

Rubriklistenbild: © dpa

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