Rettungsaktion dauerte anderthalb Stunden

Feuerwehr rettet Kalb aus Güllegrube in Willingen

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Kurz vor der Rettung: Etwa anderthalb Stunden dauerte es, bis die Feuerwehrleute das Kalb aus dem mit Gülle gefüllten Schacht befreien konnten. 

Willingen-Neerdar. Glück im Unglück: Ein Kalb ist auf einem landwirtschaftlichen Anwesen im Willinger Ortsteil Neerdar in ein Güllebecken geraten. Feuerwehrleute retteten das Tier.

Offenbar gelangte das Kalb unter nicht näher bekannten Umständen über einen Schacht in das Güllebecken, in dem die Fäkalien aus dem Kuhstall aufgefangen und gesammelt werden. Nach Auskunft von Willingens Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl ragte das Kälbchen zeitweise nur noch mit dem Kopf aus der braunen Masse heraus.

Der Landwirt bemerkte den Vorfall am Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr und wählte den Notruf. Daraufhin rückten etwa 25 Freiwillige aus Neerdar sowie den Nachbarorten Bömighausen und Usseln zu dem Stall aus. Dort wurden zunächst die übrigen Kühe aus dem Stall getrieben. Die Feuerwehrleute versuchten dann, sich dem Jungtier zu nähern – allerdings war dem Kalb offenbar in seiner Angst nicht klar, dass die Brandschützer keine weitere Gefahr, sondern die Rettung bedeuteten.

So dauerte es laut Gemeindebrandinspektor gut anderthalb Stunden, bis sich das Tier wieder in dem Schacht befand, über den es in den Güllebehälter gelangt war. Dort gelang es dann nicht nur, dem Kuhnachwuchs einen Strick umzulegen, sondern auch, unter dem Bauch zwei C-Schläuche hindurchzuführen. Daran hoben vier Feuerwehrmänner das Kalb schließlich aus der Gülle. Laut dem Einsatzleiter war das Tier zwar äußerst schmutzig, aber offenbar unversehrt.

www.112-magazin.de

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