Gute Versorgung für den Stubentiger

Freundeskreis Katze und Mensch: Willinger gründet Ortsgruppe

Dirk Eckel ist auf der Suche nach weiteren Katzenfreunden.

Willingen. Passt du auf meine Katze auf, kümmere ich mich später um deine. Nach diesem Motto läuft das Katzenhüten beim Freundeskreis Katze und Mensch. Dirk Eckel hofft auf Mitstreiter.

Er möchte für ein paar Tage verreisen, sie muss für zwei Wochen ins Krankenhaus. Wenn der Katzenhalter die eigenen vier Wänder verlässt, stellt sich oft die Frage: Wer versorgt den Stubentiger? Eine Antwort darauf hat Dirk Eckel. Er möchte in Willingen eine Ortsgruppe des Freundeskreises Katze und Mensch gründen. Der Verein organisiert gegenseitiges Catsitting. Das Motto: Passt du auf meine Katze auf, kümmere ich mich später um deine.

„Entweder man hat einen Draht zu Katzen, oder man hat ihn nicht“, sagt Eckel. Der 44-Jährige hat ihn. Nach Jahren mal mit und mal ohne Katze lebt er nun mit Susi zusammen. Vor dreieinhalb Jahren hat er sie aus einem Tierheim geholt. Damals wohnte Eckel noch in Pfullendorf, in der Nähe des Bodensees. „Ich hatte eine Wohnung über zwei Etagen und war mir sicher, dass es dort einer Katze gut gehen würde“, erklärt er. Es hat geklappt. Eckel schließt sich dem Freundeskreis Katze und Mensch an. „Meine Erfahrungen mit dem Freundeskreis sind gut“, betont er. So gut, dass er seine Idee mit nach Willingen gebracht hat.

Dirk Eckel ist auf der Suche nach weiteren Katzenfreunden.

Seit Mai lebt Eckel in Schwalefeld, inmitten von Ferienwohnungen. Klassische Nachbarschaft gibt es dort nicht. Dort jemanden fürs Katzenhüten zu finden, sei schwierig. Genau diese Betreuungslücke soll der Verein schließen. Wer sich im Freundeskreis engagieren möchte, sollte etwas Zeit und Liebe mitbringen. „Es geht nicht hopplahopp: Futter, Toilette, das war’s“, erklärt Eckel. Vielmehr brauche die Katze Zuwendung. „Das ist ganz wichtig“, betont Eckel.

Generell gehe es bei der gegenseitigen Hilfe um Vertrauen. „Es muss daher schon irgendwie passen“, erklärt der Schwalefelder. Schließlich vertraue man dem Katzenbetreuer nicht nur seinen lieben Stubentiger, sondern auch sein Haus oder seine Wohnung an. Die Zeitung ins Haus holen. Pflanzen gießen. Diese Aufgaben gehören für Eckel bei dem „Job“ mit dazu.

Der Verein organisiert das Catsitting mit einem Punktesystem. Wer aufpasst bekommt Punkte, der aufpassen lässt, verliert Punkte. Das Catsitting an sich ist kostenlos. Es wird lediglich eine Mitgliedsgebühr von 37,50 Euro im Jahr erhoben.

Eckel ist sich sicher, dass sein Verein Zuspruch findet. „Katzenbesitzer gibt es ja überall.“ Für das Gründungstreffen gibt es bereits die ersten Anmeldungen. Am Dienstag, 27. Januar, will er ab 19 Uhr im Willinger Brauhaus seine Idee vorstellen. Denkbar seien regelmäßige Treffen. Es gehe dabei ums gegenseitige Kennenlernen. Auch Vorträge von Tierärzten und Tierschützern sind denkbar.

Weitere Informationen gibt es bei Dirk Eckel unter Tel. 05632-9679742 und per Mail an willingen@katzenfreunde.de.

www.katzenfreunde.de

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