Auftritt bei TV Total

Tierischer Fernsehstar: Kakadu Popeye kann sogar Rollschuh laufen

Willingen. Kakadu Popeye aus dem Tierpark Willingen ist eine richtige Berühmtheit. Selbst in Stefan Raabs Fernsehshow TV Total hat er seine Kunststücke schon vorgeführt.

Popeye sitzt auf der Schulter und schaut sich neugierig um. „Wo ist der Vogel“, fragt Petra Poppe. Popeye klopft mit seinem Schnabel an Petra Poppes Kopf, gleich zweimal. Als Belohnung gibt es einen geschälten Sonnenblumenkern. Popeye, das ist ein acht Jahre alter Triton Gelbhaubenkakadu. Und er ist eine der Attraktionen im Wild- und Freizeitpark am Ettelsberg in Willingen. „Weil er seinen ganz eigenen Charakter hat“, sagt Petra Poppe.

Die Zootierpflegerin ist im Wildpark für die Papageien zuständig, beaufsichtigt dort elf Vögel. Sie alle seien ganz verschieden, betont die 31-Jährige: „Jeder Papagei hat seine eigenen Talente und muss entsprechend trainiert werden.“ Doch die Zusammenarbeit mit Popeye sei einfach „unbezahlbar“. Warum, das wird beim Besuch im Papageiendschungel schnell klar: Zutraulich begegnet Popeye auch fremden Menschen, klettert am Arm entlang auf deren Schulter. Dann klappt er seinen Flügel hoch und lässt sich von Petra Poppe kraulen. Popeye öffnet Reißverschlüsse, ruft plötzlich seinen eigenen Namen und mag Publikum ganz besonders gern.

„Dann ist er richtig aufgedreht“, sagt Petra Poppe lachend. Sie muss es wissen. Denn neben dem täglichen Papageien-Informationsprogramm (siehe Service), an dem auch Popeye teilnimmt, hatten beide bereits einige Fernsehauftritte. Was mit dem Regionalprogramm des Hessischen Rundfunks begann, mündete im Frühjahr 2014 in einem Auftritt bei Stefan Raabs Abendshow „TV Total“. Ein Video von der Sendung findet man hier.

In der Show sollte Popeye, der bis zu 70 Jahre alt werden kann, seine Paradedisziplin vorführen: das Rollschuh-Fahren. Doch weil er nun mal seinen ganz eigenen Willen hat, warf er lieber die Hindernisse auf den Boden. „Aber er kann das wirklich“, sagt Petra Poppe und schmunzelt. Und tatsächlich: Dass Popeye gekonnt auf seinen Rollschuhen unterwegs ist, beweist er im Wildpark mehr als einmal. Immer wieder bringt er auch Petra Poppe dazu, herzlich zu lachen. Und das, obwohl die 31-Jährige seit vielen Jahren mit ihm arbeitet. Popeye ist in Deutschland geschlüpft, seine eigentliche Herkunft liegt allerdings in Neuguinea. Der Gelbhaubenkakadu lebte zuvor in Privatbesitz - „allerdings nicht artgerecht gehalten“, wie Poppe betont.

Kakadu Popeye macht Kunststücke im Fernsehen

Papageien sollten mindestens zu zweit gehalten werden und - entgegen vieler Behauptungen - keine Erdnüsse gefüttert bekommen. „Eigentlich sind Papageien für den Privatbesitz nicht geeignet“, sagt sie.

Im Wildpark Willingen leben alle Vögel in großen Volieren und mit Artgenossen zusammen. Jessica, Billy, Gina oder Lutzie sind einige von ihnen. Sie alle sorgen regelmäßig für Heiterkeit - doch Popeye ist der Star.

Von Luca Deutschländer 

Infoveranstaltung über Papageien

Noch bis Ende Februar findet täglich um 12 Uhr und um 15 Uhr ein Papageien-Informationsprogramm im Willinger Wildpark statt. Im März gibt es kein Informationsprogramm, von April bis Oktober findet täglich um 11.15 Uhr, 13.15 Uhr und 15.15 Uhr solch eine Show statt. In der laufenden Wintersaison ist der Wildpark täglich von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Weitere Informationen: www.wildpark-willingen.de. (ld)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.