Windpark-Flächen in Nordhessen stehen fest – Keine Änderungen in Waldeck-Frankenberg

Nord-/Osthessen. Die Vorrangflächen für Windparks in den sechs Landkreisen des Regierungsbezirks Kassel stehen fest. Mit großer Mehrheit beschloss am Freitag die Regionalversammlung Nordhessen den Teilregionalplan Energie.

Gut 16 600 Hektar Fläche – aufgeteilt in 169 Einzelbereiche – werden für Errichtung und Betrieb von Windkraftanlagen zur Verfügung gestellt. Das entspricht zwei Prozent der Regionsfläche, womit die Vorgabe des Landesentwicklungsplans erreicht wird.

Einige kurzfristige Änderungen seitens der Planer sorgten für Überraschungen: So wurde die umstrittene Fläche am Sensenstein (KS 52) bei Niestetal im Kreis Kassel komplett gestrichen – ebenso die Flächen bei Ebersburg (FD 71, Landkreis Fulda) sowie bei Gilserberg (HR 35) und bei Schrecksbach (HR 50, beide Schwalm-Eder-Kreis). Um 16 Hektar reduziert wurde die Fläche südlich von Hünfeld (FD 29), um zwei Hektar die Fläche westlich von Kalbach (FD 87, beide Landkreis Fulda). In Waldeck-Frankenberg gab es – abweichend vom Entwurf – keine Änderungen mehr.

Vor der Abstimmung sprachen sich SPD, CDU und Grüne für einen Beschluss des Entwurfes aus. Der Teilregionalplan Energie gewährleiste, dass auf 98 Prozent der Fläche keine Windkraftanlagen gebaut werden dürften, hieß es. „Das löst viele Probleme und schafft Planungssicherheit“.

Lediglich FDP und FWG kritisierten den Entwurf. Die Interessen von Kommunen und Bürgern seien zu wenig berücksichtigt worden, sagte Dieter Schütz (FDP, Willingen) und forderte per Antrag eine dritte Offenlegung der Pläne.

Vor der Sitzung hatten vor dem Regierungspräsidium Kassel Bürgerinitiativen lautstark gegen den Teilregionalplan demonstriert. Von 100 angemeldeten Demonstranten waren jedoch nur etwa 60 gekommen. Der Plan wird nach Kabinettbeschluss im Frühsommer 2017 rechtskräftig.

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Von Boris Naumann

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