Zahl der Kunden bei den Tafeln steigt - Teilweise Wartelisten

Waldeck-Frankenberg. Die vier Tafeln versorgen im Kreis 2000 Bedürftige mit Lebensmitteln. Weil in jüngster Zeit auch vermehrt Flüchtlinge nach Unterstützung fragen, werden Kapazitäten knapp.

Im Landkreis gibt es bei den Tafeln daher teilweise längere Wartelisten, auf denen sich Bedürftige eintragen können, um dann später in den regulären Kreis der Kunden aufgenommen zu werden. In Korbach stehen rund 20 Personen auf einer solchen Liste, in Frankenberg sogar mehr als 30. Das erklärten Vertreter der Waldeck-Frankenberger Tafeln im Korbacher Kreishaus. Dort erhielten sie von der Kreistagsvorsitzenden Iris Ruhwedel insgesamt 1600 Euro als Unterstützung.

Die Schere zwischen Arm und Reich klaffe auch in Deutschland auseinander, sagte Ruhwedel. „Von dieser Entwicklung ist auch Waldeck-Frankenberg nicht ausgeschlossen.“ Die Tafeln hätten sich zum Anwalt der Schwächeren gemacht, lobt sie. Mit ihrer Spende hofft sie, eine Signalwirkung zu geben und weitere Unterstützung auszulösen. Landrat Dr. Reinhard Kubat lobte die Arbeit der vier Tafeln im Kreis und dankte allen, die sich dort ehrenamtlich engagieren. Und er erinnerte daran: „Helfer werden immer gesucht.“ Und Spender: Sowohl finanzieller Art als auch für Lebensmittel.

Denn mit dem Zuwachs der Flüchtlingszahlen im Kreis ist auch eine neue Gruppe von Tafel-Kunden entstanden. Das führt teilweise zu Engpässen. In Frankenberg hatte es vor kurzem schon einen Ortstermin mit dem Landrat dazu gegeben. „Bei Lebensmitteln haben wir unsere Kapazitätsgrenze erreicht“, erklärte der dortige Tafel-Vorsitzende Ernst-Dieter Mankel. Auch in den anderen Orten gibt es Anfragen von Flüchtlingen.

Von Matthias Müller 

Wie die Tafeln im Landkreis arbeiten lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Waldeck-Frankenberg.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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