Rund 100 Feuerwehrleute in Wrexen und Helsen im Einsatz

Zwei Brände in Nordwaldeck - Rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz

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Keine Verletzten: Flammen schlugen in der Nacht zu Mittwoch aus dem Dach eines Wohnhauses in Wrexen. 

Wrexen/Helsen. Zwei Brände haben am frühen Mittwochmorgen rund 100 Feuerwehrleute auf Trab gehalten. Verletzt wurde niemand.

In Wrexen war der Dachstuhl eines Wohnhauses in der Straße Biggenbusch am südlichen Ortsrand in Flammen aufgegangen. Anwohner bemerkten gegen 1.45 Uhr das Feuer, als es bereits aus dem Dach schlug, und weckten den Hausbesitzer und seine zehnjährige Tochter. Beide verließen unverletzt das eingeschossige Wohnhaus. Feuerwehrleute aus mehreren Diemelstädter Ortsteilen und die Kameraden aus Bad Arolsen mit der Drehleiter bekämpften das aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochene Feuer.

Weil die Wasserversorgung am Ortsrand offenbar nicht ausreichte, richteten die Feuerwehrleute unter Leitung von Stadtbrandinspektor Ulrich Volke einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ein. Die Besatzung eines Rettungswagens, der zur Brandstellenabsicherung alarmiert worden war, brauchte nicht einzugreifen.

Die Kriminalpolizei nahm routinemäßig noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache auf. Der Hausbesitzer bezifferte den entstandenen Schaden gegenüber der Polizei in einer ersten Schätzung mit rund 340 000 Euro.

Noch während der Löscharbeiten in Wrexen ging gegen 2.50 Uhr bei der Leitstelle die Meldung über einen weiteren Brand im nördlichen Kreisgebiet ein: In Helsen brannte es auf einem Bauernhof in der Professor-Bier-Straße.

Feuerwehrleute auf dem Rückweg von Wrexen zum Arolser Stützpunkt und eine Anwohnerin hatten den Brand entdeckt und die Leitstelle verständigt. Diese alarmierte die Feuerwehren aus Helsen und Mengeringhausen sowie die Drehleiter aus Korbach - die Arolser Drehleiter war weiterhin in Wrexen im Einsatz.

Entgegen den ersten Befürchtungen, ein Stall würde in voller Ausdehnung brennen, schlugen die Flammen in Helsen lediglich aus einem Altreifenstapel empor. Das Feuer griff zwar leicht auf einen Traktorschuppen über, erfasst aber nicht die Stallungen. Die Feuerwehrleute unter Einsatzleitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Michael Seebold löschten die Reifen ab, kühlten mehrere Dieseltanks und schützten einen Traktor vor dem Feuer. Der betroffene Landwirt fuhr den MB-Trac später aus dem Schuppen ins Freie.

Um den brennenden Reifenstapel wirkungsvoll abzulöschen, legten die Korbacher Kameraden einen Schaumteppich über die Pneus - dazu setzten sie den Monitor des neuen Großtanklöschfahrzeugs ein. Mit der Wärmebildkamera kontrollierten die Brandschützer anschließend die Brandstelle auf Glutnester.

Die Brandursache ist auch in diesem Fall noch unklar. Größerer Schaden entstand nicht. Wie in Wrexen war auch in Helsen eine Rettungswagenbesatzung an der Brandstelle, die Rettungsassistenten brauchten aber auch hier nicht tätig zu werden. (112-magazin.de)

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