Kreis setzt Konzept des „bewegungsfreundlichen Schulhofes“ um

Arbeiten zur Neugestaltung des Adorfer Schulhofes haben begonnen

Bauarbeiten an der Adorfer Mittelpunktschule. Ein Bagger der Firma Rhode planiert Erde auf dem Gelände des einstigen Grundschulbaus. Auf dem kleinen Schulhof ist der Asphalt abgetragen.
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Erdarbeiten mit dem Bagger: An der Adorfer Mittelpunktschule haben die Arbeiten zur Neugestaltung der beiden Höfe begonnen. Das Gelände des einstigen Grundschulbaus wird begrünt und erhält eine Pausenhalle.

An der Adorfer Mittelpunktschule haben die Arbeiten zur Neugestaltung der beiden Höfe begonnen. Eine halbe Million lässt sich der Kreis diese Investition kosten.

  • Die beiden Höfe der Adorfer Mittelpunktschule werden neu gestaltet und erhalten neue Spielgeräte, die Schüler zur Bewegung anregen sollen.
  • Der Kreis als Schulträger setzt dabei das neue Konzept des „bewegungsfreundlichen Schulhofes“ um.
  • Mit der Neugestaltung wird die 2009 begonnene umfassende Schulsanierung abgeschlossen..

Diemelsee-Adorf – Neue Attraktionen entstehen auf dem Gelände, auf dem bis zum Juli vorigen Jahres der Grundschulbau gestanden hat: An der Ecke zum Mensagebäude wird eine Pausenhalle gebaut, die Schülern als Sonnen- und Regenschutz dienen soll und auch für Unterrichtszwecke eingesetzt werden kann..

Neben der Halle soll es ergrünen. Wie der Pressesprecher des Kreises, Dr. Hartmut Wecker, berichtet, entsteht ein „grünes Klassenzimmer“ mit Bänken aus Sandsteinblöcken für den Unterricht im Freien.

Zusätzliche Parcourstrecke möglich

In Abstimmung mit der Schule und dem Fachdienst Sport des Kreises solle die Fläche auf dem weiteren Gelände so gestaltet werden, dass später eine zusätzliche Parcourstrecke angelegt werden könne, erklärt Dr. Wecker. Was genau gebaut wird, solle die Schulgemeinde entscheiden, in Abstimmung mit dem Fachdienst Gebäudewirtschaft und unter Beteiligung von Fachfirmen könne das Vorhaben dann umgesetzt werden.

Maroder Asphalt ist abgetragen

Wie Dr. Wecker weiter berichtet, haben Arbeiter zunächst die schadhaften Steinplatten und Asphaltflächen auf dem kleinen Schulhof aufgenommen. Derzeit stellten sie die Unterbauten für die neuen Spiel-, Pflaster-, Asphaltflächen her. Außerdem verlegen Arbeiter bereits Entwässerungsrohre und Anschlussleitungen für die neue Pausenhalle und die Wegebeleuchtungen. Anschließend werden Umrandungen hergestellt, abschnittsweise werden Flächen gepflastert. Ende April wird der untere Schulhof asphaltiert.

Die alten Spielgeräte auf dem oberen großen Schulhof werden beseitigt. Bis Mitte Mai sollen neue Spielgeräte geliefert und aufgebaut sein. Neben einem Balancierparcours aus Baumstämmen werden eine Hangel- und Kletteranlage, ein Stufenreck und eine Breitrutsche aufgestellt.

Attraktive Spielangebote

Nach dem neuen Konzept des „bewegungsfreundlichen Schulhofes“ will der Kreis den Schülern attraktive Spielangebote machen, damit sie sich in den Pausen mehr bewegen. Nachdem die Abfallcontainer verlegt sind, wird auch die Grünfläche zwischen den beiden Höfen mit einbezogen.

Auf dem oberen Schulhof entsteht rund um den Baum ein Holzdeck zum Verweilen, außerdem wird eine zusätzliche Tischtennisplatte aufgestellt. Auch der Zugang vom Lehrerparkplatz zum Schulhof wird erneuert. Zur besseren Ausleuchtung der Wege würden zwei zusätzliche Mastleuchten aufgestellt, berichtet Wecker. Bis bis Ende Juni sollen die Arbeiten auf den beiden Höfen abgeschlossen sein.

Pausenhalle wird im Sommer fertig

Mit der Pausenhalle dauert es noch etwas länger. Anfang April sollen die Arbeiter mit den Fundamenten beginnen, Sind sie gegossen, wird das Gelände angefüllt und verdichtet, der Hallenboden wird gepflastert. Der Aufbau der Holzkonstruktion sowie die Dachdecker-, Elektro- und Blitzschutzarbeiten sollen bis spätestens Mitte Juli abgeschlossen sein.

Unterricht läuft parallel

Die Bauarbeiten laufen derzeit parallel zum Unterricht. Aber nicht alle Schüler bekommen etwas mit von Staub, Baulärm und über den Hof fahrenden Lastwagen: Wegen der Beschränkungen der Corona-Pandemie ist weiter nur ein Teil der rund 330 Schüler in den Gebäuden. Die Klassen 1 bis 6 der Grundschule und Förderstufe sind im Wechselunterricht, außerdem bereiten sich die Abschluss-Jahrgänge des Haupt- und Realschulzweiges im Präsensunterricht auf ihre Prüfungen im Sommer vor.

Den Schülern steht derzeit nur der große Schulhof zur Verfügung – dabei haben sie weiter die Abstandsregeln zu beachten. Die Schüler verteilten sich auf dem Hof, sagt Rektorin Eva Trilling. „Das klappt ganz gut.“

Der veranschlagte Gesamtkostenrahmen von 480 000 Euro werde nach derzeitigem Stand nicht überschritten, berichtet Dr. Wecker. Mit der Neugestaltung wird die 2009 begonnene Schulsanierung abgeschlossen. (Dr. Karl Schilling)

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