Gemeindebrandinspektoren legen Jahresstatistik vor

Diemelseer Feuerwehr bewältigt 40 Einsätze im vorigen Jahr

Vor dem Adorfer Feuerwehrhaus - „Ringtausch“ offiziell vollzogen: Die Vasbecker Feuerwehr erhielt im Oktober ein neues Löschgruppenfahrzeug 10 des Katastrophenschutzes, die Flechtdorfer bekamen das Vasbecker Tragkraftspritzenfahrzeug.
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„Ringtausch“ offiziell vollzogen: Die Vasbecker Feuerwehr erhielt im Oktober ein neues Löschgruppenfahrzeug 10 des Katastrophenschutzes, die Flechtdorfer bekamen das Vasbecker Tragkraftspritzenfahrzeug.

Einen Rückblick aufs vorige Jahr legen die drei Diemelseer Gemeindebrandinspektoren Karl-Wilhelm Römer, Torsten Behle und Uwe Becker vor. Sie vermelden 40 Einsätze 2020.

  • Die drei Diemelseer Gemeindebrandinspektoren Karl-Wilhelm Römer, Torsten Behle und Uwe Becker vermelden 40 Einsätze im vorigen Jahr.
  • Durch die Corona-Pandemie war nur ein eingeschränkter Übungsbetrieb möglich.
  • Die Gemeinde Diemelsee investierte 2020 rund 325 000 Euro.

Diemelsee – Eigentlich erinnern die Drei Anfang Januar bei der Jahreshauptversammlung an die wichtigsten Entwicklungen und Ereignisse in der Feuerwehr, aber wegen der Corona-Pandemie war die Zusammenkunft der Aktiven diesmal nicht möglich.

288 Männer und 34 Frauen sind aktiv

Trotzdem haben sie die Jahresstatistik erfasst und digital zur Verfügung gestellt. 2020 waren 288 Männer und 34 Frauen in Diemelsee aktiv. Sie wurden zu 40 Einsätzen gerufen. Ihre Einsatzzeit betrug 1737 Stunden, was etwa eine Halbierung zum Vorjahr bedeutet – 2019 schlug der Großbrand in einer Lagerhalle an der Flechtdorfer Abfalldeponie zu Buche.

Elf Brände und 29 Hilfeleistungen

Im vergangenen Jahr wurden die Aktiven aus Diemelsee zu elf Bränden gerufen, dominiert haben aber – wie in den vergangenen Jahren – Hilfeleistungen mit 29 Einsätzen. Neben mehreren tragischen Verkehrsunfällen kamen auch einige Einsätze mit dem Gas Kohlenmonoxyd dazu. Kohlenmonoxyd-Melder hätten Schlimmeres verhindert, betont Römer: „Es zeigte sich, dass sich die Anschaffung zusätzlich zu Rauchwarnmeldern lohnt.“

Eingeschränkter Übungsbetrieb

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben die Ausbildungs- und Übungsdienste massiv beeinträchtig, viele Dienste mussten ausfallen. Da die Tätigkeit der Feuerwehr als systemrelevant eingestuft ist, mussten die Vorkehrungen strikt eingehalten werden. Ein paar Ausbildungsdienste hätten aber unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften stattfinden können, berichtet Römer, besonders in den Sommermonaten. „Gemeinsame Übungen mehrerer Wehren mussten leider ausfallen.“ Trotz der geringen Anzahl an Lehrgängen und Seminaren hätten sich 27 Aktive dort fortbilden lassen. Auch Belastungsübungen auf der Atemschutzübungsstrecke seien angeboten worden, 74 Geräteträger hätten sie genutzt.

Hoher Ausbildungsstand

„Da in den vorherigen Jahren ein hoher Ausbildungsstand aufgebaut werden konnte, ist aktuell noch keine Beeinträchtigung im Einsatzdienst festzustellen“, erklärt Römer. „Jedoch ist die Hoffnung groß, dass die Impfungen schnell fortschreiten und wieder mehr Routine und Alltag in den Feuerwehrdienst kommen kann.“

Die Gerätewarte hätten für die Aufrechthaltung der Einsatzbereitschaft gesorgt und in regelmäßigen Abständen Fahrzeuge und Geräte instandgehalten.

Gemeinde investiert rund 325 000 Euro

Erfreut sind die Brandschützer, dass die Gemeinde im vorigren Jahr rund 325 000 Euro in die Feuerwehr investiert hat. Die Vasbecker erhielten wie berichtet ein neues Löschgruppenfahrzeug 10 des Katastrophenschutzes, ihr gründlich überholtes Tragkraftspritzenfahrzeug ging im „Ringtausch“ an die Flechtdorfer Kameraden. Insgesamt verfügt die Diemelseer Feuerwehr über 17 Fahrzeuge und das Mehrzweckboot „Fred“.

„Die Ehrungen und Beförderungen werden zu gegebener Zeit in einem würdigen Rahmen nachgeholt“, sagt Römer. Die Anerkennungsprämie seien bereits postalisch zugestellt worden.

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