Naturpark Diemelsee beendet Sanierungsarbeiten zum Saisonstart

Dommelturm ist wieder freigegeben

Der Dommelturm ist seit Montag wieder offiziell freigegeben. Beim Pressetermin - von links: der stellvertretende Naturpark-Geschäftsführer Benedikt Wrede, der Vorsitzende des Naturpark-Zweckverbands, Thomas Trachte, der Diemelseer Bürgermeister Volker Becker, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Dr. Günter Steiner von der Waldeckischen Domanialverwaltung und Geschäftsführer Dieter Pollack.
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Der Dommelturm ist seit Montag wieder offiziell freigegeben. Von links: der stellvertretende Naturpark-Geschäftsführer Benedikt Wrede, der Vorsitzende des Naturpark-Zweckverbands, Thomas Trachte, der Diemelseer Bürgermeister Volker Becker, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Dr. Günter Steiner von der Waldeckischen Domanialverwaltung und Geschäftsführer Dieter Pollack.

Der seit dem 28. Oktober gesperrte Dommelturm ist seit Montag wieder zu besteigen: Nach Reparaturarbeiten gaben ihn Vertreter des Naturparks Diemelsee für Besucher frei.

Diemelsee-Ottlar – Dem Bauingenieur Lothar Lemberg von der Diemelseer Gemeindeverwaltung waren bei einem Besuch im vorigen Oktober Schäden an der Tragkonstruktion aufgefallen: Die Holzkonstruktion hatte von unten Wasser gezogen, Stützen waren auf gut einem Meter angefault, was die Standfestigkeit des Bauwerks gefährdete.

Lemberg alarmierte den Naturpark, der den Turm sofort sperren und untersuchen ließ. Im Dezember wurden die Sanierungsarbeiten vergeben, doch wegen des langen Winters konnten die Handwerker erst im April loslegen.

Komplizierte Arbeiten

Die Arbeiteten gestalteten sich schwierig, vieles konnte nur vor Ort erledigt werden. Die Stützen mussten abgesägt werden, dabei musste der Turm abgesichert werden. Dann wurde auf den vier Betonsockeln ein stählerner „Schuh“ als Nässeschutz befestigt, an dem die Stützen befestigt wurden. Für den Metallbau zeichnet eine Schwalefelder Firma verantwortlich, für die Holzarbeiten und die Abdichtung der Brüstung zwei Eimelroder Betriebe.

Die Arbeiten seien noch nicht abgerechnet, berichtet Naturpark-Geschäftsführer Dieter Pollack. Die zunächst auf 8000 Euro geschätzten Kosten lägen bei 15 000 bis 20 000 Euro. Die Kosten tragen der Kreis, die Gemeinde Diemelsee, die Waldeckische Domanialverwaltung sowie als Spender Friedrich Bärenfänger aus Eimelrod.

Für den Tourismus wichtiges Ausflugsziel

Mit der Freigabe sei ein attraktives Ausflugsziel wieder zugänglich, sagte der Vorsitzende des Naturpark-Zweckverbands, der Willinger Bürgermeister Thomas Trachte. Der Turm sei wichtig fürs Upland, er liege am beliebten Uplandsteig und sei für für Wanderer und Radfahrer von großer Bedeutung. Trachte freute sich dass der Kreis den Verband bei der Finanzierung nicht „im Stich gelassen“ habe.

Auch für Diemelsee sei der Turm ein „Aushängeschild“, sagte Bürgermeister Volker Becker, für Touristen sei es ein Erlebnis, ihn zu besteigen und die „herrliche Aussicht“ zu genießen. Darüber hinaus sei der Turm für die Versorgung der Gemeinde mit Mobilfunk und mit schnellem Internet via Satellit wichtig.

Solidarität des Krerises

Landrat Dr. Reinhard Kubat lobte die schnelle Umsetzung der Sanierung, aber die Herstellung sei nicht einfach gewesen – es sei „Maßarbeit vor Ort“ nötig gewesen. „Jetzt muss der Turm ein paar Jahre halten.“ Die Kosten stellten „keine riesige Summe“ dar, aber auch die müsse zusammengebracht werden. Der Kreis beteilige sich auch aus Solidarität an den Kosten.

Auch der Leiter der Domanialverwaltung, Dr. Günter Steiner, begrüßte das „schöne Projekt“.

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