Vorstand tourt mit Getränken und Würstchen durchs Dorf

Flechtdorfer Schützen laden am Freitag zum „Fest-Ersatz“ ein


Kranzniederlegung: Zum eigentlichen Schützenfest-Termin kamen Mitglieder der Historische Schützengesellschaft am Flechtdorfer Ehrenmal zusammen. Am Freitag gibt es einen  „Fest-Ersatz“ für alle.
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Kranzniederlegung: Zum eigentlichen Schützenfest-Termin kamen Mitglieder der Historische Schützengesellschaft am Flechtdorfer Ehrenmal zusammen. Am Freitag gibt es einen „Fest-Ersatz“ für alle.

Eigentlich hätte die Historische Schützengesellschaft im Juni ihr Schützenfest in Flechtdorf gefeiert, wegen der Corona-Kreise ist es verschoben. Dafür lädt der Vorstand am Freitag zu einem „Fest-Ersatz“ ein.

Diemelsee-Flechtdorf – Wenn die Leute nicht zum Fest kommen können, kommt die Historische Schützengesellschaft eben zum Spontanfeiern zu den Leuten: Als Ersatz fürs verschobene Schützenfest planen sie am Freitag, 16. Juli, eine besondere Aktion: Der Vorstand ist ab 17 Uhr mit einer fahrbaren Zapfanlage und einem mobilen Grillwagen im Dorf unterwegs.

An markanten Punkten macht er Stopp, und Mitglieder, Einwohner und Unterstützer des Vereins werden „schützenfestgerecht“ mit frisch gezapftem Bier und Bratwurst vom Grill versorgt. Der Vorstand macht zudem durch die Ortsschelle auf sich aufmerksam.

Die Besucher können ihre eigenen Gläser mitbringen, sonst werden Einweggläser ausgegeben. Die Bratwürste und Getränke gibt es gegen eine Spende.

„Das Vereinsleben wieder etwas beleben“

„Die Schützengesellschaft möchte mit dem Fest-Ersatz das Vereinsleben wieder etwas beleben“, erklärt Schriftführer Dennis Merhof. Es ruhte wegen Corona über Monate. „Nach dieser ganzen Zeit wird es sicherlich für die kleinen Vereine sehr schwer, wieder richtig in Tritt zu kommen.“

Eigentlich hätten die Schützen Mitte Juni ihr großes Fest gehabt, doch wegen der Corona-Beschränkungen mussten auch sie absagen. Schon 2020 hatten sie entschieden, das Fest von 2021 auf 2022 zu verlegen.

„So sind keine Girlanden gewickelt und keine Tore aufgestellt worden“, berichtet Merhof. „Und sicherlich wäre nach fünf Jahren Feierpause das ganz Dorf auf den Beinen gewesen.“ Doch als die Zahlen der Infizierten auch im Kreis immer weiter nach unten gingen und die Lockerungen griffen, überlegte sich der Vorstand ein kleines Alternativprogramm.

Bereits Kranz niedergelegt

Am eigentlichen Schützenfest-Termin kamen rund 15 Mitglieder teils in Uniform intern zusammen, um einen Kranz am Ehrenmal niederzulegen. „Es war uns einfach ein Anliegen“, sagt Merhof. „Dies geschah aus Respekt und aus der eigentlichen Brauchtumsaufgabe der heutigen Schützengesellschaften.“

Die Zeremonie sei bewusst klein gehalten worden, erklärt Merhof. Selbst auf eine Andacht verzichteten die Schützen. Das Königspaar Dirk und Sandra Göbel stiftete den Kranz. In ihrer Ansprache erinnerten die beiden an die Kriege und Gefallenen und an das, was an so einem Schützenfestwochenende im Dorf los gewesen wäre.

Der „Fest-Ersatz“ für alle Interessenten folgt am Freitag. „Dies ist nach langer Pause endlich mal wieder eine Vereinsaktivität“, hebt Merhof hervor. „Deswegen hofft die Flechtdorfer Schützengesellschaft auf viele Unterstützer und hoffentlich neue Mitglieder. Schließlich hält ein intaktes Vereinsleben und jedes Ehrenamt das dörfliche Leben zusammen.“ red/-sg-

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