Großprojekt zur Neuordnung der Wasserversorgung läuft an

Gemeinde Diemelsee startet Arbeiten am Leitungsnetz

Wasser läuft aus dem Hahn in ein Glas. dpa-Beschreibung: KINA - So kommt das Trinkwasser zu uns
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Für eine sichere und zukunftsfähige Wasserversorgung: Die Gemeinde Diemelsee hat ihr Großprojekt zur Neuordnung der Wasser-Infrastruktur gestartet, neue Leitungen und ein zentraler Hochbehälter werden gebaut.

Im März haben die Bauarbeiten für die Neuordnung der Wasserversorgung in Diemelsee begonnen. Das berichtet der Diplom-Ingenieur Lothar Lemberg vom Bauamt der Gemeindeverwaltung.

Diemelsee – Im Januar hatte der Gemeindevorstand als Ergebnis der öffentlichen Ausschreibungen Bauaufträge für das Großprojekt in einer Gesamthöhe von rund 3,2 Millionen Euro vergeben, berichtet er.

Mit den Arbeiten setzt die Gemeinde ihr Wasserversorgungskonzept um. Kernpunkt ist der Bau eines neuen Hochbehälters in der „Egge“. Außerdem werden Transportleitungen neu gebaut. Das Speichervolumen des neuen Hochbehälters soll rund 1600 Kubikmeter in zwei Kammern betragen und eine ausreichende Feuerlöschwasserversorgung sowie den starken Wasserbedarf an Spitzentagen sicherstellen.

Darüber hinaus berücksichtigt das erneuerte Versorgungsnetz den zukünftigen Bedarf etwa zur Erweiterung von Wohngebieten. Alte, unwirtschaftliche Wasser-Hochbehälter werden außer Betrieb genommen.

Leitungsbau nach Heringhausen

Um den neuen Hochbehälter an seinem Standort auf einer Anhöhe zwischen Rhenegge, Heringhausen und Sudeck in das Leitungsnetz einzubinden, wurde im März mit der Verlegung von Verbindungsleitungen in Richtung Heringhausen begonnen. Die Trasse führt vom Standort bis zur Landesstraße 3078, unterquert sie und verläuft anschließend vornehmlich in Wirtschaftswegen bis nach Heringhausen. Die Verlegung der insgesamt 3,2 Kilometer langen Leitungen soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Außerhalb Adorfs wird nach Angaben Lembergs an der Flechtdorfer Straße im Herbst mit der Erneuerung von Verbindungsleitungen und dem Bau einer Pumpstation begonnen. In den Gemarkungen Rhenegge, und Adorf finden darüber hinaus punktuelle Arbeiten am Versorgungsnetz statt. Im Rahmen der Bauarbeiten werden auch die Wasserleitungen und Hausanschlüsse im Talweg erneuert. Dies ist für das Frühjahr 2022 geplant.

Hochbehälter wird ab Mai gebaut

Mit dem Bau der etwa 28 mal 15 Meter großen und elf Meter hohen Stahlhalle für den Hochbehälter wird in diesem Mai begonnen.

„Ich freue mich, dass wir durch die öffentlichen Ausschreibungen drei leistungsstarke Unternehmen für den Bau der Versorgungsleitungen, der Stahlhalle und der Edelstahl-Hochbehälter gewinnen konnten“, sagt Lemberg. „Mit der Planung und Projektabwicklung wurde ein erfahrenes Ingenieurbüro beauftragt. Von daher bin ich zuversichtlich, das Projekt in der vorgegebenen Bauzeit bis Ende 2022 abschließen zu können.“

Die von der Gemeinde mit der Betriebsführung der Wasserversorgung betrauten Briloner Stadtwerke binden die neuen Anlagen fachgerecht in ihr Betriebsnetz ein. Diese Arbeiten sollen bis Mitte 2023 abgeschlossen sein. (red/-sg-)

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