Diemelseer Gemeindevertreter billigen Planungen

Kindergärten  in Heringhausen und Vasbeck werden modernisiert

Der Vasbecker Kindergarten: Außengelände mit Schaukel und Gebäude.
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In die Jahre gekommen: Der Vasbecker Kindergarten soll mit Geldern aus der Dorfentwicklung modernisiert werden, auch das Außengelände soll neu gestaltet werden.

Nach der Adorfer Tagesstätte werden auch die Kindergärten in in Heringhausen und Vasbeck modernisiert. Einstimmig billigten die Diemelseer Gemeindevertreter am Freitag in der Adorfer Dansenberghalle die Planungen, die mit rund 1,07 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Diemelsee-Adorf – Die auch als Beraterin bei den privaten Projekten der Diemelseer Dorfentwicklung tätige Planerin Ute Friedrich aus Marienhagen hat mit den Leiterinnen den Sanierungsbedarf ermittelt.

In Vasbeck soll der Mehrzweckraum zu einem Multifunktionsraum mit Klettergeräten umgestaltet werden, um ihn besser nutzen zu können. Der Flur muss saniert werden. Schallschutz muss eingebaut werden, um den Lärmpegel zu senken, außerdem fehlen ein Sonnenschutz an Fenstern und ein Klemmschutz an den Außentüren, scharfe Kanten an Spielgeräten müssen abgedeckt werden.

Außerdem werden ein Blitzschutz eingebaut, das Dach gereinigt und die Fassade gestrichen. Draußen zudem muss ein neuer Zaun errichtet werden, das Außengelände soll neu gestaltet werden, um das „freie Spiel“ der Kinder zu fördern. Bruttokosten: 349 000 Euro.

In Heringhausen sieht das Paket ähnlich aus: Der Mehrzweckraum wird ebenfalls zu einem Multifunktionsraum umgebaut, der Eingang muss saniert und besser gesichert werden. Schallschutz und ein Sonnenschutz werden eingebaut, Kanten abgesichert, ein Blitzschutz wird eingebaut und die Fassade gestrichen. Draußen zudem muss ein neuer Zaun her.

Außerdem geht ein Wunsch der Eltern in Erfüllung: das Außengelände wird endlich umgestaltet, auch die als Lager für Geräte genutzte alte Feuerwehrgarage wird umgebaut. Gesamtkosten: rund 721 000 Euro.

Gut ausgelastet

Die Kindergärten seien wichtig für die Daseinsvorsorge und würden gut genutzt, sagte Bürgermeister Volker Becker. In Adorf laufe die Sanierung und Modernisierung, aber auch die beiden anderen Kindergärten seien in die Jahre gekommen – die Gemeinde ist Eigentümerin der Gebäude, die evangelische Kirche ist Trägerin.

Becker warb, die vom Land erhöhe Förderung zu nutzen: Über die Dorfentwicklung übernimmt es 85 Prozent der förderfähigen Kosten – die Mehrwertsteuer herausgerechnet. Außerdem hoffe die Gemeinde auf einen 20-prozentigen Zuschuss des Kreises, zehn Prozent der Kosten solle die Kirche tragen.

Alle Fraktionen stimmen zu

„Wenn wir es jetzt nicht machen, wann dann“, sagte Sonja Witsch für die SPD mit Blick auf die hohe Förderung. „Es wird in unsere Zukunft investiert – in unsere Kinder.“

Auch die FDP-Fraktionschefin Stephanie Wetekam sprach sich für die Pläne aus. „Wir freuen uns.“ Sie erinnerte an die Diskussion vor ein paar Jahren, Kindergärten mangels Belegung zu schließen. „Gott sei Dank hat sich die Situation geändert.“

„Das sind zwei großartige Projekte“, erklärte Klaus-Jürgen Bangert für die FWG. Die Optimierung sei notwendig, um neue Anforderungen zu erfüllen – und um die Attraktivität der Gemeinde für Familien zu steigern. Aber auch die Arbeiten in Adorf könnten sich sehen lassen.

Auch die CDU begrüße die Investition, die den Kleinsten zu Gute komme und eine „Riesenbereicherung“ sei, sagte Simone Jesinghausen. Wieder einmal habe sich das Konzept der Dorfentwicklung als gut erwiesen.

Die Steuerungsgruppe der Dorfentwicklung hat die Konzepte bereits befürwortet. Die Gemeinde wolle die Förderanträge schnell auf den Weg bringen, versicherte Becker – denn die Gelder des Landes würden knapper. Gebaut werde nur mit Fördergeldern, beschloss das Parlament. (-sg-)

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