Ruhepunkt für alle Radler

Kirche in Vasbeck ist die erste Radwegekirche im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg

Offene Kirche und Radwegekirche: Zu Eröffnungsfeier kamen Beigeordnete Beate Schultze, Dekanin Eva Brinke-Kriebel, Kirchenvorsteher Philipp Emde, Ortsvorsteher Albrecht Tobien, Pfarrer Sascha Biehn-Tirre, Fachreferentin Nina Wetekam und, mit dem Fahrrad von Korbach, der langjährige Pfarrer in Vasbeck, Dr. Andreas Nissen (von links).
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Offene Kirche und Radwegekirche: Zu Eröffnungsfeier kamen Beigeordnete Beate Schultze, Dekanin Eva Brinke-Kriebel, Kirchenvorsteher Philipp Emde, Ortsvorsteher Albrecht Tobien, Pfarrer Sascha Biehn-Tirre, Fachreferentin Nina Wetekam und, mit dem Fahrrad von Korbach, der langjährige Pfarrer in Vasbeck, Dr. Andreas Nissen (von links).

Die idyllisch gelegene Vasbecker Kirche dient ab sofort als Rast- und Ruhepunkt für Radfahrerinnen und Radfahrer im Waldecker Land. 

Diemelsee-Vasbeck – Nah an den Strecken des Raderlebnisparks Diemelsee gelegen, wurde sie jetzt zur ersten Radwegekirche im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg gekürt und im Rahmen einer kleinen Feier dieser zusätzlichen Bestimmung übergeben. Dass Kirchentüren möglichst immer und für möglichst viele Menschen offen stehen, ist nicht nur ein frommer Wunsch, er soll auch nach den Vorstellungen der Evangelischen Kirche Deutschland so gut es geht umgesetzt werden.

Viele Kirchen tragen bereits das Attribut „offene Kirche“ , die Idee der Radwegekirchen soll dem ganzen aber noch ein bisschen mehr geben und die Radfahrer regelrecht zur Rast einladen und den Raum bieten, innezuhalten. So stehen in diesen Kirchen kleine Wasserflaschen bereit, vielleicht gibt es auch Traubenzucker oder Gummibärchen, um die weitere Tour zu versüßen.

Radwegekirche in Vasbeck: Menschen mit geistlichen Angeboten erreichen

Eine Sitzgelegenheit im Außenbereich steht ebenso zur Verfügung wie Fahrradständer und eine Toilette. Natürlich müssen die gut ausgewiesenen Radwegekirchen in unmittelbarer Nähe zu einem ausgeschilderten Fahrradweg liegen. Bei alldem darf nicht die eigentliche Bestimmung der Kirche vergessen werden: Denn als Gotteshaus soll sie natürlich auch die Menschen mit geistlichen Angeboten erreichen. In Vasbeck beispielsweise kann man ab sofort per QR-Code einen Segensspruch zum Hören abholen. „Ich nenne das Segenstankstelle“, sagt Philipp Emde, Kirchenvorsteher und Küster in Vasbeck. Er dankte im Rahmen der Feier allen Beteiligten, die dieses Projekt möglich gemacht haben.

Verwirklicht werden konnte das Vorhaben Radwegekirche nur dadurch, dass sich für jeden Öffnungstag Paten aus dem Dorf gefunden haben. Sie schauen an ihren jeweiligen Einsatztagen nach dem Rechten, schließen morgens die Kirche auf und abends zu. Sie stehen im Zweifel auch für Fragen der Radfahrer zur Verfügung, sorgen dafür, dass die Getränke nicht ausgehen.
„Wir wollen für alle Menschen offen sein. Wir wollen eine Kontaktfläche für Menschen bieten, sie einladen, gastfreundlich sein und damit eine lebendige Form zur Verkündigung des Evangeliums bieten“, erklärt Dekanin Eva Brinke-Kriebel. Und sie betont auch: „Immer wenn sich eine Gemeinde für etwas engagiert, dann wächst sie auch wieder ein Stück stärker zusammen.“

Radwegekirche in Vasbeck: Dank von Ortsbeirat und Gemeinde

Letztlich seien alle Beteiligten dieses Projektes Gewinner: Die Radler, die einen besonderen Ort zur Rast und Ruhe haben; die Kirche an sich, die sich mit diesen Projekten auch wieder ein Stück für die gesamte Gesellschaft öffnet, die Tourismusbranche, die um eine Attraktion reicher wird und natürlich die Vasbecker Kirchengemeinde selbst.

Ideengeberin in Vasbeck, wie zuvor in anderen Gemeinden, war Nina Wetekam, Fachreferentin für Küsterarbeiten und offene Kirchen. Sie sagt: „Für mich ist es eine schöne Aufgabe, die Gemeinden zu überzeugen, dass sie ihre Kirchen öffnen.“ Für sie seien Radwegekirchen auch dazu da „geistlichen Rückenwind zu geben“, um die weitere Strecke gut bewältigen zu können. Neben einer Andacht von Dekanin Brinke-Kriebel, gab es bei der Eröffnungsfeier ebenfalls Gruß- und Dankesworte von dem Vasbecker Ortvorsteher Albrecht Tobien und von der Diemelseer Beigeordneten Beate Schultze, die in Vertretung von Bürgermeister Volker Becker gekommen war. (red)

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