Am Freitag trifft die erste Gruppe ein

Naturpark Diemelsee öffnet seinen Jugendzeltplatz

Die Corona-Pause ist beendet: Der Naturpark Diemelsee eröffnet am Wochenende wieder seinen Jugendzeltplatz. Beim Pressetermin von links: der stellvertretende Geschäftsführer des Naturparks Benedikt Wrede, Platzwart Walter Brandl sowie Jenny Henning und Claudia Mütze von der Diemelseer Tourist-Information.
+
Die Corona-Pause ist beendet: Der Naturpark Diemelsee eröffnet am Wochenende wieder seinen Jugendzeltplatz. Von links: der stellvertretende Geschäftsführer des Naturparks Benedikt Wrede, Platzwart Walter Brandl sowie Jenny Henning und Claudia Mütze von der Diemelseer Tourist-Information.

Der Naturpark Diemelsee eröffnet am Wochenende wieder seinen Jugendzeltplatz an der Straße zwischen Heringhausen und Giebringhausen. Bereits am Freitag trifft die erste Gruppe ein.

Diemelsee-Heringhausen – Im vorigen Jahr habe es wegen der Corona-Pandemie keine Übernachtung geben dürfen, berichtet der stellvertretende Geschäftsführer des Naturparks, Benedikt Wrede. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises sei aber ein Hygienekonzept ausgearbeitet worden, das die Wiedereröffnung in dieser Saison erlaube.

Viele Termine schon ausgebucht

Die Buchungen nimmt die Diemelseer Tourist-Information entgegen. Lediglich in der ersten Juli-Woche und Ende September seien noch Termine frei, berichtet Mitarbeiterin Claudia Mütze. Am beliebtesten sei der Platz bei Pfadfindern, Schulklassen und Jugendfeuerwehren. „Mitte Juli geht es richtig los“, sagt ihre Kollegin Jenny Henning, „dann bleiben Gruppen auch zwei Wochen am Stück.“

Nur jeweils eine Gruppe darf auf den Platz

Wegen der Corona-Lage darf allerdings jeweils nur eine Gruppe auf den Platz. Damit sich diese Beschränkung rechne, würden in der Hauptsaison nur Gruppen mit mehr als 40 Teilnehmern angenommen, berichtet Mütze.

Sie müssten die Flächen und die Duschen selbst reinigen – „das ist aber kein Problem, die Gruppen sind sehr verständnisvoll.“ In der Nebensaison würden auch kleinere Gruppen mit 20 bis 25 Teilnehmern angenommen.

Zelten liegt im Trend

Der Jugendzeltplatz passe gut in den aktuellen Trend zum Natur- und Aktivurlaub, der sich durch die Pandemie noch verstärkt habe, erklärt Mütze. Gruppen könnten auf dem Platz für sich sein. Sie versorgten sich auch selbst.

Sie könnten sich draußen aufhalten, in der Natur übernachten und die vielen Freizeitangebote am Diemelsee nutzen. Sie könnten zum See gehen oder zu Rad- und Wandertouren aufbrechen. Die Adorfer Mittelpunktschule verleihe Kanus, in Heringhausen stehen zudem Tret-, Ruder- und Segelboote bereit. Und es gibt viele Ausflugsziele in der Umgebung.

Angebote zur Naturbildung

Der Naturbildung diene das Insektenhotel, das Nicholas Lohmann während seines Freiwilligen Ökologischen Jahres beim Naturpark neben dem Zentralgebäude gebaut habe, berichtet Mütze. Außerdem bietet Erich Glück Führungen durch Wald und Feld an, Christian Kümmel lädt zu Touren durchs Adorfer Naturschutzgebiet am Mühlenberg ein.

Platz für 160 bis 180 Camper

Geöffnet ist der 1971 eingerichtete Platz regulär von Anfang April bis Ende September. Er liegt oberhalb des Diemelsees und nahe der Stormbrucher Brücke. Er bietet auf 14.000 Quadratmetern Platz für 160 bis 180 Camper – bis zu 150 Kinder und Jugendliche werden mit ihren erwachsenen Betreuern aufgenommen.

Zentralgebäude modernisiert

2013 hatte der Naturpark kräftig investiert, um ihn zu zeitgemäß herzurichten. So wurden fünf neue Terrassen für die Zelte angelegt. Auch das Zentralgebäude aus Holz wurde modernisiert. Dort stehen eine 27 Quadratmeter große Küche mit drei Gasherden und einer Kühlzelle sowie Waschräume, Duschen und Toiletten zur Verfügung. Auch eine Behindertentoilette gehört zur Ausstattung, Duschen und Waschräume sind mit dem Rollstuhl befahrbar.

In der Küche des Zentralgebäudes: Claudia Mütze und Benedikt Wrede

Kosten: Vier Euro am Tag

Auf dem Platz gibt es zwei Schutzhütten, zwei Plätze für Lagerfeuer und zum Grillen sowie ein Volleyballfeld. Besucher zahlen pro Kopf pauschal vier Euro am Tag, das Duschen kostet 50 Cent.

Seit 2008 schaut Platzwart Walter Brandl nach dem Rechten, die Pflege der Rasenflächen übernimmt ein Gartenbaubetrieb im Auftrag des Naturparks.

„Wir sind froh, dass es wieder aufwärts geht,“ sagt Wrede. Immerhin bestehe der Platz schon seit 50 Jahren. Das Jubiläum verpflichtet. DR. KARL SCHILLING

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.