Auszeichnung des Ministerpräsidenten beim Volkswandern verliehen

Ehrenplakette des Landes für den 100 Jahre alten TSV Wirmighausen

Der TSV bekam am Sonntag die silberne Ehrenplakette des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier verliehen. Von links der Diemelseer  Bürgermeister Volker Becker, die stellvertretende  TSV-Vorsitzende Regina Lückel, Landrat Dr. Reinhard Kubat, die Vorsitzende Stefanie Schwalenstöcker und Burckhard Höhle vom Turngau Waldeck.
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Silberne Ehrenplakette des Landes für den TSV Wirmighausen - von links: Bürgermeister Volker Becker, die stellvertretende TSV-Vorsitzende Regina Lückel, Landrat Dr. Reinhard Kubat, die Vorsitzende Stefanie Schwalenstöcker und Burckhard Höhle vom Turngau Waldeck.

Die silberne Ehrenplakette des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier überreichte Landrat Dr. Reinhard Kubat am Sonntag dem TSV Wirmighausen. Der Verein feiert sein 100-jähriges Bestehen.

Diemelsee-Wirmighausen – Die Vorsitzende Stefanie Schwalenstöcker nahm die Auszeichnung nach dem Volkswandern vor der Wirmetalhalle entgegen. Die silberne Plakette werde dem TSV zum 100-jährigen Bestehen verliehen, sagte Dr. Kubat. Die goldene Plakette gebe es erst nach weiteren 100 Jahren – er rief die Wirmighäuser auf, „den Verein aufrecht zu erhalten“. Auch er gratulierte den Sportlern zum stolzen Jubiläum.

Ausstellung zur Vereinsgeschichte

In der Wirmetalhalle hatte er sich zuvor „die tolle Ausstellung“ mit Urkunden, Pokalen und anderen Relikten aus 100 Jahren TSV angeschaut. Sie erinnere eindrucksvoll an die Vereinsgeschichte, erklärte er. Dr. Kubat entdeckte auch einen Wimpel des Marienhagener Turnvereins, „in dem ich groß geworden bin“.

Er erinnere sich gern an die legendären Quizturniere der 1970er Jahre, an denen befreundete Vereine wie Lelbach, Flechtdorf, Elleringhausen und eben auch Marienhagen teilnahmen. „Das war ein Highlight im Winter.“ Er habe „angenehme Erinnerungen“ an diese Freundschaften in der Turnerfamilie.

„Gemeinschaft verbindet uns Menschen“

„Gemeinschaft verbindet uns Menschen“, hob Dr. Kubat hervor. Sie sei auch ein Grund gewesen, warum sich Turner wie in Wirmighausen nach dem Ersten Weltkrieg in Vereinen zusammengefunden hätten. Die Corona-Beschränkungen der vergangenen Monate hätten die Erkenntnis gebracht, dass „Menschen das brauchen, was Sie hier machen“: Der Mensch sei ein „soziales Wesen, Trennung tut uns nicht gut.“ Und wo werde „die Gemeinschaft trefflicher gelebt“ als in den Sportvereinen.

Die Rekordbeteiligung am gestrigen Volkswandern wunderte ihn daher nicht: Nach der langen Zeit der Pandemie wollten die Menschen „endlich wieder etwas gemeinsam machen“ – allerdings bleibe der Kreis mit Blick auf die Infektionszahlen vorsichtig.

Becker: Guter und kreativer Vorstand

Bürgermeister Volker Becker gratulierte den Sportlern ebenfalls. Schon seit 100 Jahren sei der TSV aktiv, er hoffe, er werde es auch weiterhin sein. Der Verein habe einen guten und kreativen Vorstand, der es immer wieder schaffe, Sportler jeden Alterns zu mobilisieren. „Bleibt weiter so rege“, rief er. „Und bleiben Sie dem Wandern treu.“ Die Gemeinde Diemelsee unterstütze die Arbeit des TSV.

Für den Turngau Waldeck gratulierte Burckhard Höhle aus Orpetal – er ist Vorsitzender des Fördervereins „Turnen in Waldeck“. Er habe seit 1970 an allen Jubiläumsfesten des TSV teilgenommen, „sie waren sehr nachhaltig“, umschrieb er ironisch: Sie hätten bis und hätten bis in die frühen Morgenstunden gedauert und noch später noch so ihre „Nachwirkungen“ gehabt.

Auch der Vorsitzende des Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Wandervereins, Hubert Thorwirth, war zu der Feier nach Wirmighausen gekommen.

Mehr als 200 Teilnehmer beim Volkswandern

Zum Jubiläum gab es eine Rekordbeteiligung: Mehr als 200 Naturfreunde beteiligten sich am Vormittag am traditionellen Volkswandern des TSV Wirmighausen. Aus Diemelstadt und Korbach sowie aus mehreren Dörfern Diemelsees kamen die Teilnehmer.

Rekordbeteiligung: Mehr als 200 Naturfreunde starten gestern zum Volkswandern des TSV Wirmighausen. In der Familie, in kleinen Gruppen oder auch allein machten sich die Teilnehmer auf die beiden Strecken.

Die Vizevorsitzende Regina Lückel freute sich über die stolze Zahl. Das Volkswandern gehört schon seit Jahrzehnten zum jährlichen Angebot des TSV, normalerweise gebe es um die 120 Teilnehmer, berichtet sie. „Wir sind überwältigt von dieser Anzahl“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Stefanie Schwalenstöcker am Mittag. „Vielen Dank an euch alle.“

Auch einige Familien mit kleinen Kindern hätten sich auf den Weg gemacht, berichtete Lückel. Das jüngste Kind war ein halbes Jahr alt, der älteste Wanderer jenseits der 80. Auch zwei Radfahrer gingen an den Start. Theo Lückel hatte zwei sechs und zwölf Kilometer lange reizvolle Touren durch die Wirmighäuser Gemarkung vorbereitet.

Viele Helfer an der Strecke und vor der Halle

Unterwegs gab es zwei Rastplätze auf der langen Tour und eine auf der kurzen Strecke. Etwa 20 Sportler waren ehrenamtlich im Einsatz, um für die Erfrischung und eine kleine Stärkung der Wanderer zu sorgen. Start und Ziel ist an der Wirmetalhalle. Dort war ein Mittagessen vorbereitet, als Sonnenschutz waren Partyzelte aufgebaut. Nachmittags klang der Wandertag bei Kaffee und Kuchen aus.

Am Samstag Abend hatte es eine Corona-bedingt nur kleinere „Geburtstagsfeier“ an der Wirmetalhalle mit einem gemütlichen Beisammensein gegeben. Damit verbunden waren Ehrungen langjähriger Mitglieder.

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