Familienbetrieb zieht ins Gewerbegebiet Wrexer Teich

Wethener Forstunternehmen macht jetzt auch in Metall

Drei Männer stehen an einem Geländer. Unter ihnen liegt eine Metallwerkstatt.
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Der Holzbaubetrieb Stefani in Wrexen hat jetzt auch eine Metallbauschiene unter dem Namen Eckwald im Rhoder Gewerbegebiet „Wrexer Teich“. Das Foto zeigt von links Joachim Göckede (zuständig für Beförsterung), Anatoli Ritter (zuständig für Metallbau) und Geschäftsführer Michael Stefani.

Mit ihren 15 modernen Vollerntemaschinen für die Forstwirtschaft, sogenannten Harvestern, und drei Rückemaschinen war die Firma Stefani bisher vor allem bei Forstbetrieben sowie privaten, kommunalen und staatlichen Waldbesitzern ein Begriff.

Diemelstadt - Seit wenigen Monaten aber gehört zum Wethener Holzunternehmen auch noch ein metallverarbeitender Betrieb im Gewerbegebiet Wrexer Teich.

„In unserer Betriebsstätte in Wethen fehlte es uns seit Längerem an Platz für unser wachsendes Unternehmen“, sagt Michael Stefani jun.. „Als sich im Herbst 2020 die Gelegenheit bot, uns in Rhoden zu vergrößern, haben wir sie ergriffen.“

Mehr Platz und zweites Standbein

Im Oktober 2020 fiel somit die Entscheidung, die Firma Ritter Maschinenbau in Rhoden zu übernehmen. „Diese Investition bedeutet für uns, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, eine Win-Win-Situation.“ Denn zum einen konnten am neuen Standort neue, ausreichend dimensionierte und moderne Büroräumlichkeiten eingerichtet werden.

Vorgesehen ist zudem der Bau einer neuen Maschinenhalle, um auch den Maschinenpark des Forstbetriebes zukünftig optimal warten und betreuen zu können. Zum anderen soll auch die von Stefani übernommene Maschinenbaufirma unter dem Namen Eckwald Maschinenbau in eine erfolgreiche Zukunft steuern und als weiteres Standbein das Portfolio der Firma Stefani ergänzen.

Einzelanfertigungen auf Kundenwunsch

Kerngeschäft von Eckwald (eine fantasievolle Abwandlung von Waldeck) wird die Herstellung von Fertigungsanlagen für die verarbeitende Industrie sein. Orientiert an den individuellen Anforderungen der Kunden werden sowohl Fräs- und Drehteile produziert, als auch ganze Anlagen konstruiert, gefertigt und montiert.

Hierbei können durch modernste Bearbeitungs- und Fertigungstechnik auch die kompliziertesten Kundenwünsche in punkto Qualität und Dimension erfüllt werden, egal ob es um Einzelanfertigungen oder Serienfertigungen von Teilen geht.

Forstwirte und Industriemechaniker werden ausgebildet

Da eine erfolgreiche Zukunft nicht ohne den Zuwachs an qualifizierten Fachkräften gelingen kann, hat die Ausbildung von jungen Menschen im Forstbetrieb und auch bei Eckwald Maschinenbau einen sehr hohen Stellenwert.

Als anerkannte Ausbildungsbetriebe können hier sowohl Forstwirte eine Berufsausbildung erhalten als auch Industriemechaniker ihr Handwerk für das Berufsleben erlernen.

Bäume pflanzen, Holz ernten

Unterdessen stellt sich der Forstbetrieb Stefani auf die Herausforderungen des Waldbaus 2.0 ein: „Wir setzen auf Nachhaltigkeit“, sagt Michael Stefani und rechnet vor: „Wenn die Waldbauern nicht mehr genug Erträge aus der einen Forstwirtschaft erzielen können, ist es sinnvoll, zusätzliche Erträge aus Windkraftanlagen anzustreben. Mit diesen Erträgen können dann auch die jetzt so nötigen Neuanpflanzungen finanziert werden.“ Diese Entwicklung lasse sich auch an den eigenen Unternehmenszahlen ablesen.

So haben die 60 Mitarbeiter des Familienunternehmen Stefani mit ihren Harvestern und Motorsägen im vergangenen Jahr rund 200. 000 Festmeter Holz geerntet, 50. 000 Festmeter Holz verkauft und 450. 000 neue junge Bäume gepflanzt. (Elmar Schulten)

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