Kunstwerk einige Wochen zu sehen

Gläserne Arche im „Buchenmeer“ des Nationalparks Kellerwald-Edersee

Kunstobjekt im Nationalpark: (von links) Stellvertretende Nationalparkleiterin Jutta Seuring, Bernhard Schäfer, Gerhard Hesse, Manfred Bauer und Achim Frede und der Glasarche 3.
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Kunstobjekt im Nationalpark: (von links) Stellvertretende Nationalparkleiterin Jutta Seuring, Bernhard Schäfer, Gerhard Hesse, Manfred Bauer und Achim Frede und der Glasarche 3.

Eine überdimensionale hölzerne Hand, der ein Boot aus Glas zu entgleiten droht: Arche 3 ist der Titel dieses besonderen Kunstobjektes im Nationalpark Kellerwald-Edersee

  • Für etwa zwei Monate ist das Kunstwerk „Glasarche“ im Nationalpark Kellerwald-Edersee zu Gast
  • Um die Glasarche herum wird es einige Kulturveranstaltungen im Nationalpark Kellerwald-Edersee geben
  • Die Glasarche erinnert die Menschen daran, dass die zerbrechliche Natur wie im Nationalpark Kellerwald-Edersee in ihren Händen liegt.

Bringhausen – Es soll in den kommenden Wochen Wanderern oder Radfahrern vor Augen führen soll, wie zerbrechlich die Natur ist und deren Bewahrung allein in Menschenhand liegt. Die Glasarche entstand im Jahr 2016 auf Initiative des Landschaftspflegeverbandes Mittleres Elstertal, wie stellvertretende Nationalparkleiterin Jutta Seuring bei der Präsentation des Objektes im Nationalpark Kellerwald-Edersee betonte.

Sie ist inzwischen die dritte ihrer Art. Die Urarche entstand 2003 und reise fünf Jahre lang durch die Nationalparke Bayerischer Wald und Sumava. Seit dem Jahr 2017 ist die Glasarche 3 unterwegs an verschiedenen Standorten. Die Idee, sie in allen 16 Nationalparks zu zeigen, hat dann aber doch nicht geklappt. Umso mehr freuen sich Jutta Seuring und Nationalparkleiter Manfred Bauer vom , dass das Kunstobjekt nun im hiesigen Nationalpark Kellerwald-Edersee Station macht.

Nicht einmal Ameisenhaufen im Nationalpark Kellerwald-Edersee für Glasarche zerstört

Und das nach den strengen Schutzvorgaben. Achim Frede, Abteilungsleiter Naturschutz, Forschung und Planung in der Nationalparkverwaltung des Nationalparks Kellerwald-Edersee: „Die Glasarche steht hier sehr gut an einem ohnehin schon gut frequentierten Standort. Wir haben es so ablegt, dass nicht mal ein Ameisenhaufen zerstört wurde.“ Bauer sah sich vor vielen Jahren im Bayerischen Wald die Urform der Glasarche an. „Ein faszinierendes Kunstwerk“, fand er. Und als später die Wanderversion herauskam, war ihm klar: „Die brauchen wir.“

Glasarche erinnert im „Buchenmeer“ Nationalpark Kellerwald-Edersee an Bedeutung des Welterbes

Im Nationalpark Kellerwald-Edersee, den dessen Verwaltung gerne auch als „Buchenmeer“ beim Publikum bewirbt, erinnert die Glasarche laut Bauer besonders an die Verantwortung für europäische Buchenwälder. Ein Viertel des weltweiten Verbreitungsgebietes der Rotbuche liegt in Deutschland. Doch naturnahe Buchenwälder mit all ihren dort beheimateten Arten sind selten geworden. Teilflächen der Buchenwälder des Nationalparks wurden daher 2011 als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet.

Zwei Monate lang ist die Glasarche nun in der Banfebucht des Nationalparks Kellerwald-Edersee zu sehen, bevor es weiter nach Augburg zieht. Der Standort wurde so gewählt, dass dort auch eine kleine Veranstaltungsreihe mit Lesungen, Musik, Theater und Führungen angeboten kann .

Kulturveranstaltungen an der Glasarche im Nationalpark Kellerwald-Edersee

8. Mai, 11 bis 17 Uhr: Info-Stände der Junior-Ranger am Fischhaus Banfe.

15 Mai, 17 bis 20 Uhr: Wildnis-Lesen mit Bernhard Schäfer.

22. Mai, 14 bis 17 Uhr: Internationaler Tag der biologischen Vielfalt mit Führung zur Glasarche - Was tut der Nationalpark zum Erhalt der Biodiversität.

29. Mai, 18.30 bis 19.30 Uhr: Konzert mit ruhigen und meditativen Klängen: Gereon Schoplick spielt auf sechs- und zwölfsaitigen Gitarren mit gesanglicher Begleitung von Nicole Brüninghaus.

30. Mai, 10 bis 13 Uhr: Rangerwanderung am Aktionstag für Nachhaltigkeit.

5. Juni: Der Tod des Emphedokles - ein nachhaltiges Theaterspektakel von und mit Friedrich Hölderlin, Peter Trabner und dem Baum.

13. Juni, 14 bis 17 Uhr: Führung durch den Warzenbeißer Kunstweg mit Gerhard Hesse.

18 Juni, 17 bis 20 Uhr: Wildnis-Lese mit Bernhard Schäfer. (Jörg Schade)

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