Heimische Privatinvestoren bereichern Tourismusangebot

Neues Ferienresort und neues Ferienhausgebiet nahe der Sperrmauer am Edersee

Schräg links hinter der neuen Feuerwehr liegt das Gelände für das neue Ferienresort am Edersee.
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Schräg links hinter der neuen Feuerwehr liegt das Gelände für das neue Ferienresort am Edersee.

Das Infozentrum an der Sperrmauer ist im Bau. Parallel hegen Privatinvestoren Pläne am Edersee: für ein Ferienresort, ein Ferienhausgebiet und die bereits bekannte Anlage für Abenteuergolf.

  • Die Gemeindevertretung Edertal hat grundsätzlich den Weg frei gemacht für ein neues Ferienresort am Edersee
  • Außerdem sollen im Herbst die Pläne für ein neues Ferienhausgebiet am Edersee vorgestellt werden
  • Beide Projekt liegen mit der ebenfalls geplanten Anlage für Abenteuergolf in einem seit 25 Jahren ausgewiesenen „Sonderbaugebiet Fremdenverkehr“ der Gemeinde Edertal

Edertal – 70 Prozent der Aufträge für den Bau des neuen Gäste-Infozentrums an der Sperrmauer des Edersees sind vergeben – im Kostenrahmen trotz steigender Preise, vermeldete Edertals Bürgermeister Klaus Gier der Gemeindevertretung in deren letzter Sitzung vor der Sommerpause. Parallel gewinnt der von privaten Investitionen getriebene Ausbau des Tourismus in Hemfurth-Edersee weiter an Fahrt.

Das Parlament gab einstimmig im Grundsatz den Weg frei für ein naturnahes, ökologisch aufgezogenes und auf kleine Dimensionen angelegtes Ferienresort. Es soll schräg links hinter der Feuerwehr, neben der geplanten Anlage für Abenteuergolf liegen. Ein dritter heimischer Investor will im Herbst sein Konzept für ein Ferienhausgebiet oberhalb des Sperrmauerparkplatzes am Edersee präsentieren. Attraktive Urlaubsdomizile in Holzständerbauweise sollen dort entstehen.

Alle drei neuen Projekte am Edersee liegen im selben „Sonderbaugebiet Fremdenverkehr“

Alle drei privaten Vorhaben befinden sich, wie der Sperrmauerparkplatz am Edersee, auf einem 8,5 Hektar großen Gelände der Gemeinde Edertal oberhalb der Straße „Zur Sperrmauer“. Die Gemeindevertretung Edertal hatte das gesamte Areal schon vor einem runden Vierteljahrhundert als „Sonderbaugebiet Fremdenverkehr“ ausgewiesen.

Auf dieser Basis fasste die heutige Gemeindevertretung am Donnerstag den „Aufstellungsbeschluss“ für die 1,25 Hektar große Teilfläche des künftigen Ferienresorts am Edersee. Das bedeutet: Nun wird ein Bebauungsplan für das Gelände ausgearbeitet einschließlich Beteiligung von Bürgern und „Trägern öffentlicher Belange“ wie Behörden oder Naturschutz, die Stellungnahmen und Anregungen abgeben.

Planungsprozess für Ferienresort am Edersee beschleunigt wegen steigender Preise für Baumaterial

Ursprünglich standen das Ferienresort am Edersee und das etwa doppelt so große neue Ferienhausgebiet am Edersee gemeinsam im Herbst auf der Tagesordnung. Doch die Investoren des Ferienresorts am Edersee, der Tiefbauunternehmer Mario Schröder (Bergheim) und Tischlermeister Marc Witte (Hemfurth) baten angesichts stark steigender Materialpreise mit Erfolg um höheres Tempo im Verfahren. Fraktionsvorsitzende Andrea Claudy betonte in der Gemeindevertretung Edertal: „Die CDU sieht den Beschluss als Signal nach außen, dass dieses Ferienresort so schnell wie möglich gebaut wird.“

Grundsätzlich begrüßte zwar auch Holger Blume namens „WIR Edertaler“ das Vorhaben heimischer Unternehmer für ein neues Ferienresort am Edersee. Allerdings wünschte er sich für das Ferienresort am Edersee statt der geplanten Gastronomie ein anderes Angebot für Schlechtwettertage. „Wir haben in Hemfurth vier Gastronomie-Gebäude, die nicht genutzt werden und zum Teil schon verfallen.“ Um ihre Reaktivierung müsse man sich kümmern. Außerdem schlug Blume vor, alle drei privaten Tourismusprojekte im Sonderbaugebiet unter einem gemeinsamen Motto auszugestalten und zu vermarkten.

Neue Ferienresort am Edersee richtet sich an Radfahrer, Wanderer, Familien und kleine Gruppen

„Der Minimalismus steht bei diesem Projekt im Vordergrund“, beschreiben Witte und Schröder in ihrem Konzept fürs Ferienresort am Edersee. 20 Ferienhäuser in Quaderform – nach dem Vorbild von Mobilheimen – sind vorgesehen. Auf Punktfundamenten errichtet sollen die Häuschen einen möglichst geringen EIngriff in die Natur darstellen.

Blick in eines der Häuser nach dem Vorbild von Mobilheimen oder Tiny-Houses, die im neuen Ferienresort am Edersee gebaut werden sollen.

Sie sind entweder 24 oder 32 Quadratmeter groß, laut Investoren ökologisch gebaut und mit einer Holzpaneele als Fassade versehen. Der Gast findet eine kleine Nasszelle mit Dusche und WC vor, eine Küche mit Essplatz und ein Bett. Auf Wanderer, Radfahrer, Kleingruppen und Familien zielt das Angebot erklärtermaßen ab.

Lounge mit Terrasse, Innengastronomie und Freizeitanlage zählen zum Ferienresort am Edersee

In zwei Versorgungsbauten für die Technik stellen außerdem Gäste ihre Räder, das Gepäck oder die Wanderschuhe unter. Eine Freizeitanlage für alle Altersgruppen mit Kinderspielplatz, Trampolin und Ähnlichem, eine Lounge mit Terrasse und Innengastronomie, eine Liegewiese, eine Rezeption mit Büro, ein Tagungsraum für Gruppen, Vereine oder Schulen und ein Selbstversorgungsautomat komplettieren die Infrastruktur.

Ein Rundweg mit wasserdurchlässiger Oberfläche führt zu den 20 Häusern, damit möglichst wenig Oberfläche versiegelt wird. Obstbäume fassen das Gelände ein. Der Strom stammt aus erneuerbaren Energieträgern. Inhaltlich wollen die Investoren das Resort mit Leben füllen durch Gruppenangebote oder Veranstaltungen wie Oktober- und Apfelfest. Nicht zuletzt soll das Konzept neue Arbeitsplätze im Ort schaffen.

Kürzlich erst wurden Pläne für eine Anlage für Abenteuergolf am Edersee vorgestellt.

Zugleich baut die Gemeinde Edertal gerade ein neues Gäste-Infozentrum am Edersee. (Matthias Schuldt)

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