Von Seeadler bis Haubentaucher: Der Edersee ist Biotop für mehr als 200 Vogelarten

Seeadler bei der Jagd: Die großen Greifvögel, hier auf einem Bild aus Mecklenburg-Vorpommern, werden seit einigen Jahren auch am Edersee beobachtet. Foto:  dpa
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Seeadler bei der Jagd: Die großen Greifvögel, hier auf einem Bild aus Mecklenburg-Vorpommern, werden seit einigen Jahren auch am Edersee beobachtet.

Waldeck-Frankenberg. Der Edersee ist nicht nur bei Menschen beliebt. Vogelkundler haben an dem 100 Jahre alten Gewässer 201 Vogelarten nachgewiesen. Für manche Arten hat der See eine hessenweit einmalige Bedeutung.

Das hat der Biologiestudent Michael Wimbauer herausgefunden. Anlässlich des See-Jubiläums in diesem Jahr hat er zahlreiche vogelkundliche Beobachtungen ausgewertet.

So wurden dort bis zu 538 Haubentaucher gezählt, die auf dem See den Winter verbringen. Im Frühjahr wurden bis zu 53 Brutpaare der Art gefunden, die in der Vorwarnliste der Roten Liste Hessens aufgeführt wird. Bei Herzhausen hat sich die größte Brutpopulation des Landes gebildet. Ihr Erfolg ist jedoch wegen des schwankenden Wasserspiegels meist sehr gering: Nur wenige Jungvögel werden groß, erklärte Wimbauer. Ein Paar wurde bei vier erfolglosen Brutversuchen beobachtet.

Für den Singschwan - eine Art, die der nur bei starker Kälte aus dem Norden zu uns kommt - gilt der Edersee als wichtigstes Überwinterungsgebiet in Hessen.

Auch für Enten ist der See als Rastgebiet auf ihrem Zug wichtig. Kaum anderswo lasse sich der Entenzug im Frühjahr besser beobachten als in der Waldecker Bucht, erklärt Wimbauer.

Seit 2008 werden alljährlich einzelne Seeadler beobachtet. Auch Fischadler sind am See regelmäßig auf dem Durchzug zu sehen. (ber)

Wo die besten Beobachtungsorte am See zu finden sind, lesen sie in der gedruckten Samstag-Ausgabe der HNA Waldeckische und Frankenberger Allgemeine.

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