Baumpaten pflanzen 37 Obstbäume

Naturschutz-Projekt „Edertal blüht“ wächst: Streuobstwiesen angelegt

Edertal blüht: Insgesamt 16 000 Quadratmeter Streuobst- und 30 000 Quadratmeter Blühwiesen sollen angelegt werden; im Bild Blühfelder an der Dinkelsburg in Mehlen.
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Edertal blüht: Insgesamt 16 000 Quadratmeter Streuobst- und 30 000 Quadratmeter Blühwiesen sollen angelegt werden; im Bild Blühfelder an der Dinkelsburg in Mehlen.

Das Projekt „Edertal blüht“ wächst weiter: 37 Obstbäume wurden an den Blühflächen in der Nähe der Mehlener Grillhütte und am Ortsrand von Giflitz gepflanzt.

  • 37 Obstbäume alter Sorten wurden an den Blühflächen in der Nähe der Mehlener Grillhütte und am Ortsausgang von Giflitz gepflanzt.
  • Die Bäume alter Sorten ergänzen das Naturschutzprojekt „Edertal blüht“.
  • Insgesamt 16 000 Quadratmeter Streuobst- und 30 000 Quadratmeter Blühwiesen sind im Rahmen des Projekts „Edertal blüht“ vorgesehen.

Edertal-Mehlen – Und es sind noch weitere ehrgeizige Ziele im Zeichen des Naturschutzes gesteckt: Insgesamt 16 000 Quadratmeter Streuobst- und 30 000 Quadratmeter Blühwiesen sind geplant.

„Wir haben uns überlegt, wie wir Ländereien sinnvoll nutzen können“

Initiator Martin Cramer hat gemeinsam mit seiner Familie in Mehlen, Affoldern und Giflitz insgesamt vier mehrjährige Blühflächen und zwei Streuobstwiesen angelegt. „Wir haben uns überlegt, wie wir diese Ländereien sinnvoll nutzen können“, sagt der Edertaler. „In der Familie ist die Idee entstanden, die konventionell genutzten Landwirtschaftsflächen in Blühwiesen umzuwandeln.“

Bäume für Streuobstwiesen: Initiator Martin Cramer (Dritter von rechts) mit Baumpaten beim Pflanzen.

Die ersten Wiesen wurden im Frühjahr eingesät, weitere Flächen sind im nächsten Jahr an der Reihe.

Patenschaften für Blühflächen, Obstbäume oder Bienenvölker

Cramer, der hauptberuflich als Hygienereferent arbeitet, blickt besorgt in die Zukunft. „Jeden Tag werden Wiesen in einer Größenordnung von 100 Fußballfeldern zugebaut.“ Mit dem durch das Förderprogramm LEADER unterstützten Projekt „Edertal blüht“ will er dieser Entwicklung etwas entgegensetzen.

Jüngste Patin: Charlotte hilft mit.

Patenschaften für Blühflächen, Obstbäume oder Bienenvölker helfen bei der Finanzierung. Jeder Pate erhält eine Urkunde, ein Tütchen mit Blühsamen und – je nach Patenschaft – ein oder mehrere Gläser Honig. Dazu komme das gute Gefühl, sich für den Naturschutz einzusetzen.

„Das ist aber nur ein Teil unseres Projekts“, sagt der Initiator. Es fuße auf drei Säulen. „Wir wollen Artenvielfalt entstehen lassen und erhalten,“ nennt er einen weiteren Punkt. Blüh- und Streuobstwiesen sollen Rückzugsorte für Vögel, Wildtiere, Bienen und über 3000 Insektenarten werden. Außerdem „wollen wir Natur erlebbar machen“, betont Cramer.

Erlebnisführungen über die Blühwiese

Auf der Blühwiese an der Dinkelsburg wurde ein Naturbeobachtungsstand errichtet. Mit überdachter Sitzgelegenheit lädt er zum Verweilen ein. Eine Bienenkugel soll noch aufgestellt werden. Das ist eine einem Bienenstock nachempfundene Kugel aus Glas, die Einblicke in das Innere eines Bienenstocks ermöglicht.

Und schließlich will Cramer sein Wissen weitergeben. Der zertifizierte Naturpark- und Landschaftsführer bietet in Kooperation mit dem Naturpark Kellerwald-Edersee Erlebnisführungen über seine Blühwiesen an – für Reisegruppen, Familien, Kita-Gruppen und Schulklassen oder Kindergeburtstage. „Die erste Saison war sehr gut nachgefragt“, freut sich Cramer. Zusätzlich sollen Infotafeln über das Leben in der Blühwiese informieren.  red » WEITERER ARTIKEL

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