Frauen-Verbandsliga Nord:

Zwei Vorlagen von der Torfrau: SG Landau gewinnt Derby beim SV Anraff 4:2

Ihr Tor brachte die Wende: Julia Schröder (links) setzte sich mit Landau/Wolfhagen im Derby durch. Hier erwischt sie den Kopfball vor Marie Wiesemann, deren zwei Treffer letztlich nichts wert waren.
+
Ihr Tor brachte die Wende: Julia Schröder (links) setzte sich mit Landau/Wolfhagen im Derby durch. Hier erwischt sie den Kopfball vor Marie Wiesemann, deren zwei Treffer letztlich nichts wert waren.

Die ersten „Big Points“ heimischer Mannschaften in der neuen Saison der Verbandsliga Nord gehen an die Fußballfrauen der SG Landau/Wolfhagen.

Im Kreisderby der Gruppe 1 beim SV Anraff drehten die Nordwaldeckerinnen am Freitagabend einen zweimaligen Rückstand und gewannen mit 4:2 (1:1). Danach sah es zunächst aber nicht aus.

Auf dem Bad Wildunger Kunstrasen legten die Anrafferinnen sehr gut los, setzten dem Gast mit Forechecking und Kampf zu. Nach einem ersten Warnschuss von Franziska Karges (8.) ging es weiter zunächst vor allem in Richtung SG-Tor. „Wir brauchten fast eine halbe Stunde, um uns an den Kunstrasen zu gewöhnen“, gestand SG-Obmann Hartmut Schröder ein. So wunderte es nicht, dass die Gastgeberinnen 1:0 in Führung gingen. Franziska Wathling kam über außen und zog ab, Aylin Öner im SG-Tor wehrte ab, doch Marie Wiesemann stand richtig und nutzte den Abpraller (27.).

Wichtig für den Waldecker Pokalsieger 2021: Noch vor der Pause glich er aus. Sarah Schütz setzte sich im Eins gegen Eins durch (43.) – der Assist gebührte Aylin Öner, deren langer Abschlag von der Anraffer Abwehr falsch eingeschätzt wurde. Zuvor schon besaß Landau zwei gute Gelegenheiten, unter anderem ging Julia Schröders Eckball auf die Latte (40.).

Zwei Treffer von Marie Wiesemann, drei von Sarah Schütz

Topstart dann für Anraff im zweiten Durchgang: Wieder war es Marie Wiesemann, die die Heimelf in Front brachte, diesmal mit einem herrlichen Linksschuss aus 18 Metern in den Winkel (48.). Doch die SG ließ sich nicht beirren und war nun besser im insgesamt ausgeglichenen Spiel. „Das Team hat den Kampf mehr angenommen, und die Abstimmung war besser“, so Hartmut Schröder. Lohn war der Ausgleich zum 2:2: Julia Schröders Freistoß krachte an den rechten Pfosten, und Sarah Schütz staubte ab (62.).

Dann war auch bei Julia Schröder kein Aluminium mehr im Weg. Von der Strafraumkante schlenzte sie über die Torfrau ins lange Eck – 2:3, Spiel gedreht (72.). Eine Kopie des 1:1 brachte die Entscheidung; wieder war Sarah Schütz nach Torwartabschlag zur Stelle (84.). „Wir wollten diesen Auftaktsieg unbedingt, am Ende war er nicht unverdient“, sagte Schröder.

Beim SV Anraff haderte Stefan Bischof ein wenig, war aber nicht unzufrieden. „Mindestens zwei Tore haben wir dem Gegner geschenkt, weil wir einen langen Ball unterlaufen haben. Mit einem Punkt hätten beide Teams auch leben können“, meinte der Coach, fügte aber an: „Das ist für uns kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Das Team hat gesehen, dass etwas geht.“  (schä)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.