Kleine Wildpferdezucht aufbauen

Zwei Sorraia-Stuten aus Springe neu im Wildtierpark Edersee

Erstes Beschnuppern: Tierpflegerin Valentina Buchauer mit den beiden Sorraia-Stuten Contessa und Elvira im Wildtierpark Edersee.
+
Erstes Beschnuppern: Tierpflegerin Valentina Buchauer mit den beiden Sorraia-Stuten Contessa und Elvira im Wildtierpark Edersee.

Die Sorraia-Stuten Contessa und Elvira sind neue Bewohner des Wildtierparks Edersee; sie gehören zu den letzten Wildpferden Europas.

  • Zwei Sorraia-Stuten bereichern den Wildtierpark Edersee, eine Einrichtung des Nationalparks Kellerwald-Edersee.
  • Die Sorraia-Pferde gehören zu den letzten Wildpferden Europas, ihre Restpopulation ist extrem bedroht.
  • Tobias Rönitz, Leiter des Wildtierparks Edersee, plant den Ausbau einer kleinen Zucht, um einen Beitrag zur Arterhaltung diese Rasse zu leisten.

Edertal-Hemfurth/Edersee – Sorraia-Pferde gehören zu den letzten Wildpferden Europas, ihre Restpopulation ist extrem bedroht. „Wir möchten im Wildtierpark eine kleine Zucht aufbauen und damit einen Beitrag zur Arterhaltung leisten“, sagt Leiter Tobias Rönitz.

Wildpferderasse aus Portugal

Es bestehe die Hoffnung, mit einer solchen Zucht auch Beweidungsprojekte mit Sorraia-Pferden zu unterstützen.

Die Pferderasse aus Portugal soll aus Nachkommen einer kleinen Population wild lebender Pferde hervorgegangen und erst im Jahr 1920 entdeckt worden sein. Die kleinen oder mittelgroßen Pferde mit dem markanten Ramkopf sind fast immer falbenfarben. In Deutschland soll es einen für den Fortbestand der Wildpferderasse bedeutenden Bestand von etwa 60 Tieren geben (Quelle: Wikipedia).

Pferdetrainerin hat Stuten an den Umgang mit Menschen gewöhnt

Um die beiden in Springe geborenen Stuten an den Umgang mit Menschen zu gewöhnen, hat eine Pferdetrainerin aus Albertshausen einen Monat lang intensiv mit ihnen gearbeitet. Das Training umfasste vor allem Halfterführigkeit, Anbinden mit Putzen, Berührungen und Hufpflege.

„Dies soll uns die Arbeit mit den Pferden erleichtern, medizinische Untersuchungen und kleinere Behandlungen ermöglichen ohne die Pferde narkotisieren zu müssen“, erklärt Rönitz. Die Sorraias werden sich künftig das Wildpferdegehege mit den eurasischen Wildpferden, den Tarpanen, teilen.

Einleben erleichtern

Damit den Neuankömmlingen das Einleben erleichtert wird und sie nicht gleich die Rangordnung mit den anderen Pferden ausmachen müssen, werden die Sorraias erst Anfang Dezember mit den Tarpanen zusammengeführt. Contessa und Elvira sowie die anderen Tiere können zu den täglichen Öffnungszeiten von 11 bis 16 Uhr im Wildtierpark besucht werden.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.