1755 Dosen wurden verimpft

Corona-Impfstoff: Waldeck-Frankenberg wartet auf Nachschub

Corona-Impfung im Seniorenheim Ederaue in Giflitz: Markus Lipphardt (rechts), Facharzt für Innere Medizin, setzt eine Spritze beim 88-jährigen Bewohner Fritz Döring. Links Beate Pletsch, Leiterin des Seniorenheimes.
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Corona-Impfung im Seniorenheim Ederaue in Giflitz: Markus Lipphardt (rechts), Facharzt für Innere Medizin, setzt eine Spritze beim 88-jährigen Bewohner Fritz Döring. Links Beate Pletsch, Leiterin des Seniorenheimes.

Drei mobile Impf-Teams sind in den Seniorenheimen des Landkreises Waldeck-Frankenberg unterwegs, um zunächst die älteren Heimbewohner sowie das Pflegepersonal gegen das Corona-Virus zu immunisieren.

Waldeck-Frankenberg - „Bisher hat uns das Land Hessen 1755 Dosen Impfstoff zur Verfügung gestellt, die alle auch verimpft sind“, sagte Ann-Katrin Heimbuchner, Pressereferentin des Landkreises Waldeck-Frankenberg, am Mittwoch auf Anfrage dieser Zeitung. In 16 von 30 Altenheimen des Kreises sei der erste von zwei erforderlichen Impf-Durchgängen bereits abgeschlossen.

Wann und wie es weitergehe, hänge von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab. „Wir warten täglich auf Informationen vom Land, wann wir mit Nachschub rechnen können“, sagte Heimbuchner.

„Nach unserem Kenntnisstand war der Impfstoff gut verträglich“, berichtet Heimbuchner weiter. Die mobilen Impfteams hätten eine „sehr hohe Impfbereitschaft“ festgestellten – sowohl beim Personal als auch bei den zu betreuenden und pflegebedürftigen Menschen.

Aufklärungsarbeit geleistet

Im Seniorenheim „Ederaue“ in Edertal-Giflitz hatten sich am Neujahrstag 53 von 59 Bewohnern impfen lassen – zunächst aber nur 30 von 62 Mitarbeitern. „Ich denke, dass viele unserer Mitarbeiter erst beobachten wollten, wie die Impfung vertragen wird“, vermutet Heimleiterin Beate Pletsch. Da alles bisher problemlos verlaufen sei und man weitere „Aufklärungsarbeit“ geleistet habe, hätten zehn weitere Mitarbeiter des Pflegepersonals inzwischen bekundet, sich nun doch impfen lassen zu wollen.

„Wann mit den Impfungen der zweiten und dritten Phase begonnen werden kann und wann das Impfzentrum in Korbach an den Start gehen wird, steht noch nicht fest“, sagte Pressereferentin Heimbuchner im Ausblick. Auch das hänge von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab.

Bereits am 11. Dezember hatte der Landkreis Waldeck-Frankenberg die Einsatzbereitschaft für das in der Korbacher Hauer-Turnhalle geschaffene Impfzentrum gemeldet. Von der Kapazität wären dort 1000 Impfungen pro Tag möglich.

Erkrankungsrisiko bestimmt die Reihenfolge

Da zunächst nur eine sehr begrenzte Menge des Impfstoffes verfügbar ist, hat die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung in drei Stufen beschlossen: Stufe 1 Bewohner und Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen und Menschen, die über 80 Jahre alt sind; Stufe 2: Menschen über 70 Jahren und solche, für die ein sehr hohes Risiko eines schweren oder tödlichen Krankheitsverlaufs besteht; Stufe 3: Menschen über 60 Jahre mit erhöhtem Risiko einer schweren Erkrankung.

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