Edertaler Schlepperclub Schwarze Wolke startet bei Weltmeisterschaft in Österreich

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Beim Verladen (von links): Gunter Seibert, Gerhard Söhne, Wilhelm Lange, Erwin Lesch (vorn), Andrè Lange, Werner Wende, Gerhard Griesel und Frank Peuster auf dem Ferguson.

Edertal. Der Edertaler Schlepperclub Schwarze Wolke setzt nach 2008 erneut zum Gipfelsturm in den Alpen an. Mit sechs Treckern beteiligt sich der Club an der am Freitag, 17. September, beginnenden Weltmeisterschaft für historische Traktoren auf der Hochalpenstraße zum Großglockner in Österreich.

Am Donnerstag um 5 Uhr startet der Konvoi mit einem von der Firma Diesel-Nonn zum Freundschaftspreis bereitgestellten 40-Tonner und mehreren Begleitfahrzeugen in Richtung Österreich.

„Unsere Schlepper sind alle toll in Schuss“, sagte Vereinsvorsitzender Gunter Seibert beim Verladen in Kleinern. Er selbst legte mit dem Pinsel letzte Hand an seinem Fordson Dexta von 1960 an. Seibert hatte das Schmuckstück im vergangenen Dezember mit Getriebeschaden gekauft und seitdem komplett restauriert und in blauer und oranger Originalfarbe neu lackiert.

Mit diesem Traktor will Seibert nun das Fuscher Tor bezwingen, dem Zielpunkt der offiziellen WM-Strecke. Mit ihm an Bord: Ehefrau Erna, für die er extra einen Recaro-Schalensitz noch hinter dem Fahrersitz installiert hat.

Klaus Schäfer aus Bergheim (Deutz FL 1, Bj. 56), Werner Wende aus Kleinern (McCormick, Bj. 71), Gerhard Griesel aus Naumburg (Eicher EM 300, Bj, 66), Frank Peuster aus Kleinern (Ferguson MF 35, Bj. 64), Wilhelm und Andrè Lange aus Armsfeld (Eicher ED 13, Bj. 57) sowie Gunter Seibert stellen sich der internationalen Konkurrenz. Rund 700 Fahrer aus 12 Nationen gehen an den Start.

Nach einer Übernachtung in Fusch fahren die Traktorfreunde am Freitag zurück zur Abnahme der Traktoren nach Bruck. Dort steht eine erste Gleichmäßigkeitsprüfung auf einer sechs Kilometer langen Strecke an. Die WM wird am Samstag, 18. September, um 7.30 Uhr an der Mautstation in Fusch gestartet. Von dort aus gilt es, auf 25 Kilometer Strecke etwa 1200 Höhenmeter bis zum Fuscher Tor in 2428 Meter Höhe zu überwinden.

Die Fahrer starten in verschieden Klassen je nach Alter der Traktoren, für die dann Durchschnittsgeschwindigkeiten ermittelt werden. Wer dieser am nächsten kommt, ist vorn. Reine Glückssache also, für die es keine Taktik gibt. Werner Wende: „Man könnte auch einen Würfelbecher nehmen.“

Die Platzierung ist den Traktorfreunden aus Edertal auch nicht so wichtig. Sie schätzen den Spaß, das Treffen mit Gleichgesinnten und hoffen auf gutes Wetter. Seibert: „Dabeisein ist alles.“ Sie haben sich zudem vorgenommen, nach dem offiziellen Teil weitere 25 Kilometer bis zur Edelweißspitze und zur Franz-Josefs-Höhe zu fahren. Vor zwei Jahren hatten dichter Nebel und Regen das noch verhindert. Der Vorsitzende: „Wenn es nicht schneit, werden wir das durchziehen.“ (sch)

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