Übungen am Boden endeten im Wasser und Gestrüpp

Stürmischer Wind: Gleitschirmflieger stürzte in die Eder

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Großeinsatz: Rettungskräfte der Feuerwehr Edertal, die Besatzung des Rettungshubschraubers Christopher 7 sowie weitere Helfer waren an und in der Eder bei Bergheim im Einsatz. 

Bergheim. Beim Absturz eines Gleitschirms in die Eder bei Bergheim, wurden am Samstag ein 17-Jähriger und sein 38 Jahre alter Vater verletzt. „Beide hatten sehr großes Glück“, sagte ein Polizeisprecher.

Einsatzkräfte der Edertaler Feuerwehr retteten den 17-Jährigen aus dem kalten Ederwasser, der Vater zog sich beim Versuch den Schirm samt Sohn zu halten im Ufergestrüpp Verletzungen zu.

„Wir wollten einfach nur ein bisschen Spaß haben und am Boden üben“, gab die Ehefrau und Mutter der Verunglückten den ermittelnden Polizeibeamten zu Protokoll. Zunächst hätten sie gegen 14 Uhr auf dem Sportplatz in Bergheim mit dem Gleitschirm geübt.

„Doch wegen einer Veranstaltung mussten wir den Sportplatz verlassen und sind dann auf eine Wiese neben den Kindergarten gegangen.“ Plötzlich hätte eine starke Windböe den Gleitschirm ihres Sohnes erfasst und ihn blitzschnell nach oben gezogen. „Mein Mann und ich wollten ihn an einem Seil halten. Wir wurden aber mit geschliffen. Nach einigen Metern habe ich entkräftet los gelassen, doch mein Mann hielt das Seil fest“, sagte die Edertalerin.

Der Schirm und der 17-Jährige seien binnen weniger Augenblicke etwa zehn Meter hoch gestiegen und in Richtung Eder abgedriftet, berichtete ein Augenzeuge. „Der Mann am Seil verfing sich im dichten Ufergestrüpp, der Gleitschirmflieger stürzte ins Wasser“, sagte der Mann, der die Rettungskräfte alarmierte. (ukl)

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