Wenige überleben

Zu kalt, zu nass: Wetter brachte Jungstörchen den Tod

Giflitz/Bründersen. Dauerregen und die niedrigen Temperaturen der vergangenen Tage haben dem Storchennachwuchs in der Region stark zugesetzt. Dabei kamen auch einige Jungvögel zu Tode.

Im Horst an der Wesemündung in Giflitz zählen Ornithologen sowie Beobachter nur noch drei statt vier Jungvögelm und im Naturschutzgebiet Glockenborn bei Bründersen im Altkreis Wolfhagen, hat wohl keines der drei vor einigen Tagen geschlüpften Vögel überlebt.

Hermann Lötzer aus Lieschensruh hatte am Mittag des 22. Mai zum ersten Mal ein viertes Junges im Storchenhorst an der Wesemündung bei Bergheim Giflitz beobachtet. „Seit vergangenem Dienstag sind es aber leider nur noch wieder drei kleine Störche“, berichtete am Wochenende Wolfgang Lübcke, Vorsitzender des NABU-Edertal.

Wie im vorigen Jahr habe das jüngste und schwächste Tier den Dauerregen und niedrige Temperaturen der zurückliegenden Tage nicht überlebt.

Zuletzt vor 100 Jahren

Noch schlimmer traf es die Jungstörche im Nachbarkreis Kassel. „Es ist schade. In Bründersen waren nach über 100 Jahren wieder Weißstörche geschlüpft, doch keines der Tiere hat überlebt“, erklärte NABU-Vorsitzender Wolfgang Lübcke weiter. (ukl)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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