Wahl am 15. September

Bürgermeisterwahl in Lichtenfels: Das ist Kandidat Henning Scheele

Sportliche Familie: Henning Scheele (48) mit seiner Frau Sandra und den Kindern (von links) Leander, Tabea und Alicia.
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Sportliche Familie: Henning Scheele (48) mit seiner Frau Sandra und den Kindern (von links) Leander, Tabea und Alicia.

Am 15. September ist Bürgermeisterwahl in Lichtenfels. Wir stellen die drei Kandidaten in Porträts vor; hier: Henning Scheele.

Der Blick reicht vom Gartentisch über Rasen und Büsche auf Wiesen und Felder. „Der Ausblick gefällt mir sehr“, sagt Bürgermeisterkandidat Henning Scheele, der mit seiner Familie und Schwiegereltern in Schreufa wohnt, am Rande des Ortes – ruhig und mit freiem Blick in die Natur, die er am liebsten beim Joggen genießt.

Den Garten zu genießen, dazu kommt Henning Scheele allerdings nicht allzu oft. Als Abteilungsleiter für die Privat- und Firmenkundenbetreuung bei der AOK Hessen ist er viel unterwegs, vom Präsenzstandort Frankfurt/Main aus zuständig für einen Umkreis bis Offenbach, Limburg und Weilburg, Fulda, Kassel und Gießen. Auch nach Berlin muss er hin und wieder. „Das ist ein hoher Reiseaufwand, aber die Arbeit macht mir Spaß“, sagt der 48-Jährige.

Auf der Freilichtbühne Twiste aktiv

Und dann sind da noch seine ehrenamtlichen Jobs als Ortsvorsteher von Schreufa, CDU-Stadtverordneter in Frankenberg und als Trainer der Handball-Damen Twiste, seinem Geburtstort. Als Teenager war Henning Scheele auf der Freilichtbühne Twiste aktiv, bis zu seinem 30. Lebensjahr spielte er in Twiste aktiv Handball. Schon mit Anfang 20 erwarb seine Übungsleiterlizenz, trainierte jüngere Mannschaften, war als Schiedsrichter eingesetzt und stieg später, nachdem er nach Schreufa gezogen war, im Ederbergland als Trainer ein.

Seit 2017 trainiert er im Team die Handballerdamen in Twiste; mit ihm zusammen haben sie erfolgreich gegen den Abstieg gekämpft. Den Erfolg will er nicht allein auf sich verbuchen. „So etwas funktioniert nur im Team“, sagt Hennig Scheele, der im Mannschaftssport groß geworden ist und aus ihm Kraft und Lehren für sein ganzes Leben gezogen hat.

 „Wahrscheinlich habe ich schon von klein auf durch das Vereinsleben den Umgang mit anderen Menschen gelernt“, sagt Scheele und ist überzeugt: „Vereine tragen einen nicht finanzierbaren Anteil zum Funktionieren unserer Gesellschaft bei.“

Mitglied in fast jedem Verein im Dorf

Vielleicht ist er deshalb auch Mitglied in fast jedem Verein im Dorf, sei es im geschäftsführenden Vorstand des Schützenvereins, im erweiterten Vorstand des Wettermuseums, als passives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr und ansonsten „mache ich Hand- und Spanndienste, wenn ich gebraucht werde.“

Dabei sieht er sich nicht als Typ, der sich in den Vordergrund spielen muss. In der Vereinsarbeit und bei der Arbeit habe er gelernt, ansprechbar zu sein und erst mal zuzuhören. „Gutes Zuhören ist wichtig, um Verständnis für das Gegenüber zu bekommen – vor allem, wenn man ein Problem lösen will. Ich bin nicht der Typ, der gleich so auf die Pauke haut – das liegt in meiner DNA und da bleibe ich authentisch.“

Sport, Lokalpolitik und Ehrenamt, das gehört für ihn alles zusammen. „Und meine Familie!“, ruft er mit einem Lachen aus: „Ich bin ein Familienmensch. Und wenn mir meine Familie nicht den Rückhalt geben würde, wäre das alles auch nicht möglich“, sagt er. 

24 Jahre verheiratet

Mit seiner Frau Sandra ist er seit 24 Jahren verheiratet, drei Kinder haben sie: Die Töchter Alicia und Tabea studieren Lehramt in Kassel, Sohn Leander geht noch zur Schule. Bei der ganzen Familie dreht sich viel um Sport, an freien Wochenenden besuchen sie gern Handball- und Fußballspiele gemeinsam.

Seit 2016 ist er Ortsvorsteher in Schreufa. „Man kann als Ortsvorsteher nicht die Welt einreißen, aber wir haben trotzdem viel gestaltet, ein neues Baugebiet bekommen, das Haus des Gastes energetisch saniert“, sagt er: „Es ist schön, wenn man sieht, dass man nach und nach etwas gestalten kann.“

Seine Motivation für das Ehrenamt – und auch, für Lichtenfels zu kandidieren: „Wir sind gut eingebunden. Das gibt mir so viel Kraft, dass ich gerne etwas davon weitergeben möchte. Auch für Lichtenfels, unsere Nachbargemeinde“, sagt er.

„Lichtenfels gefällt mir einfach sehr. Sie ist eine gut sortierte, attraktive Stadt, landschaftlich sehr reizvoll. Die Bewohner setzen sich mit viel Herzblut dafür ein, ihre Orte pulsieren zu lassen. Das ist mir sehr sympathisch. Ich würde gern ein Teil davon sein und mithelfen, mitarbeiten, mich selbst kümmern“, sagt Henning Scheele.

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