Höringhäuser Pierre Diebel geht für ein Jahr als Entwicklungshelfer nach Südostasien

Zur Regenzeit nach Laos

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Ganz schön weit weg: Pierre Diebel zeigt auf der Weltkarte, wie weit Deutschland und Laos von einander entfernt sind.

Höringhausen. Der Abiturient Pierre Diebel startet am  Sonntag in das bisher größte Abenteuer seines Lebens. Für ein Jahr reist er nach Laos, um dort als Entwicklungshelfer mit ehemaligen Drogenabhängigen zu arbeiten.

 In dem südostasiatischen Land wird er für den Deutschen Entwicklungsdienst im Rahmen seines Programms „Weltwärts“ als Freiwilliger Helfer arbeiten. Weltwärts ist der Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Hier können sich Helfer für weltweite Entwicklungsprojekte bewerben.

Im laotischen Somsanga Drug Treatment and Rehabilitation Center (STC) werden derzeit rund 800 drogenabhängige Laoten betreut. Dieses Zentrum ist eine Drogenberatungsstelle in der Suchtkranke behandelt und rehabilitiert werden. Der Abiturient wird mit den Süchtigen Computer-Kurse machen, um den Betroffenen bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu helfen. Lao lernen Wenn Pierre heute in der Hauptstadt Vientiane landet, ist gerade Regenzeit. Dann macht er erstmal einen ein- bis zweiwöchigen Sprachkurs, um das Nötigste zu lernen.

Die Sprache Lao sei dem Thai sehr ähnlich. Und da Pierre sich in den nächsten zwölf Monaten selbst verpflegen müsse, sei es wichtig sich einige Sprachkenntnisse anzueignen. Etwas aufgeregt ist der Höringhäuser schon: „Ich bin sehr gespannt auf die laotische Kultur.“ Pierre interessiert sich schon länger für Südostasien.

 „Die Mentalität soll sehr offenherzig und freundlich sein“. Spannend findet er die laotische Küche: Ich empfinde zwar Abscheu, aber auch Neugier für das Essen und würde über meinen Schatten springen und auch mal einen Käfer probieren.“ Auf das Loy-Krathong-Fest im November freut er sich besonders. Dann schwimmen tausende Körbchen mit Kerzen auf dem Mekong und lassen den Fluss erstrahlen.

Für Pierre ist es wichtig, in diesem Jahr viele neue Erfahrungen zu sammeln, selbstständiger zu werden und dass eigene Leben noch mehr wertzuschätzen: „Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt von weniger als zwei Dollar pro Tag, während wir sehr viele Privilegien haben.“ Für Pierre ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass die Menschen in einer gemeinsamen Welt leben.

Weil der 18-Jährige auch politisch und geschichtlich interessiert ist, hat er sich intensiv mit dem Land beschäftigt: „In Laos wurden während des Vietnam-Krieges mehr Bomben abgeworfen, als auf Deutschland und Japan im Zweiten Weltkrieg.“ Weil das Land so gebeutelt wurde, habe sich Pierre entschieden zu helfen.

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