Festakt nach Anerkennung des Nationalparks Kellerwald-Edersee als Weltnaturerbe

Stolz auf den Buchenwald

Hier bleibt sich die Natur selbst überlassen: Ein Blick in das von der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur anerkannte Weltnaturerbe-Gebiet im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Foto:  Nationalparkverwaltung/nh

Waldeck. Mit einem Festakt auf Schloss Waldeck wurde die Anerkennung des Nationalparks Kellerwald-Edersee als Unesco-Weltnaturerbe gefeiert. Ein Teilbereich des Buchenschutzgebietes trägt seit kurzem die offizielle Welterbe-Bezeichnung: „Buchenwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“.

Gemeinsam mit dem Grumsiner Forst in Brandenburg, dem Nationalpark Jasmund und dem Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern sowie dem Nationalpark Hainich in Thüringen, repräsentiert der Nationalpark Kellerwald-Edersee die wertvollsten verbliebenen Reste großflächiger naturnaher Buchenbestände in Deutschland.

Gelungene Aufführung: Zweitklässler aus Vöhl schlüpften in die Rolle verschiedener Waldtiere. Foto:  Klein

„Ich bin überglücklich, dass wir es in so kurzer Zeit geschafft haben“, gestand gestern Nationalparkleiter Manfred Bauer im Gespräch mit Moderatorin Marie-Louise Cardell. Hauptnutznießer der Auszeichnung sei die Region, die vom Weltnaturerbe-Tourismus profitieren könnte. „Für uns bringt es künftig vielleicht ein bisschen mehr Geld und Personal“, sagte Bauer.

Jahrelange Arbeit sei mit der Anerkennung durch die Unesco von Erfolg gekrönt worden, sagte Umweltministerin Lucia Puttrich. Wilhelm Dietzel, während dessen Umweltministeramtszeit der Nationalpark ausgewiesen worden war, habe besonderen Grund zur Freude. Der Weltnaturerbe-Titel bietet nach Puttrichs Ansicht große Chancen für den Tourismus, Wirtschaft und die Forschung. Die Anerkennung bringe der Region eine „gute Form von Stolz“, sagte sie vor über 100 geladenen Gästen. Landrat Dr. Reinhard Kubat erinnerte an „schwierige Zeiten der Diskussionen“, die der Nationalparkausweisung vorausgegangenen waren. Heute genieße das Schutzgebiet aber höchste Akzeptanz in der Bevölkerung. „Das Welterbe-Prädikat bietet riesige Chancen für die Region. Es ist aber auch eine Herausforderung für die Menschen im Landkreis, das daraus auch ein wirtschaftlicher Erfolg wird“, sagte der Landrat.

Dr. Klaus Jahnke berichtete von der Weltnaturerbe-Anerkennung des Hamburgischen Wattenmeers, Birgit Kessler-Vogel erläuterte gemeinsam mit vier Schülern der Gesamtschule Edertal von der Schulpatenschaft und Projekten im Nationalpark Kellerwald. Zum Abschluss führten Zweitklässler aus Vöhl ein selbst geschriebenes Theaterstück zum Lebenszyklus einer Buche auf. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Gereon Schoplick aus Bad Wildungen.

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