Kunststoff-Lagersysteme

„ab-in-die-box“ zieht von Twiste nach Flechtdorf um

Die Firma ab-in-die-box.de in Twiste soll zum 1. Julu 2021 auf das Weidemann-Gelände in Flechtdorf verlagert werden. Sie ist verbunden mit der Firma Müller und Sohn am gleichen Standort in Twiste.
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Die Firma ab-in-die-box.de in Twiste soll zum 1. Julu 2021 auf das Weidemann-Gelände in Flechtdorf verlagert werden. Sie ist verbunden mit der Firma Müller und Sohn am gleichen Standort in Twiste.

Die Firma „ab-in-die-box.de“ will zum 1. Juli von Twiste nach Flechtdorf umziehen.

Twistetal-Twiste – Bei einem Gespräch mit der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen in der Gemeindevertretung Twistetal in der Twister Firma Kunststofferzeugnisse Müller berichtete die Firmenleitung, dass der Online-Bereich „ab-in-die-box.de“ von Twiste nach Flechtdorf verlagert werde.

Umzug in Nachbargemeinde

Auf Nachfrage der WLZ-Redaktion bekräftigte Firmenchef Herbert Müller, dass das seit zehn Jahren bestehende und mit Müller und Sohn kooperierende Unternehmen „ab-in-die-box.de“ zum 1. Juli Gebäude auf dem Weidemann-Gelände übernehme.

Dort würden die online vertriebenen Produkte von „ab-in-die-box.de“ bearbeitet und für den Versand fertig gemacht. Die Produktion von Lager- und Sortiersystemen von Müller und Sohn bleibe in Twiste.

Lager- und Sortiersysteme

Dieses Unternehmen produziere auch für „ab-in-die-Box.de“, kaufe aber aus dem In- und Ausland Erzeugnisse hinzu, die unter der Rubrik Lagersysteme mit angeboten würden. Nachdem zuletzt in der Gemeindevertretung Einigkeit über die weitere Vorgehensweise beim Wilke-Areal erzielt wurde, nämlich die möglichen Nutzungsänderungen untersuchen und berechnen zu lassen, orientierte sich die Firma „ab-in-die-box.de“ neu.

Lage in Twiste entspannt sich

Es bleiben Wünsche der Firma Müller am Standort Twiste offen. Firmenchef Herbert Müller: „Auch Müller & Sohn GmbH & Co. KG hat in Twiste nur begrenzte Flächen für Lagerung und Produktion zur Verfügung.

Durch die Auslagerung von ,ab-in-die-box.de’ ist die Lager natürlich erst mal entspannt worden, trotzdem gibt es auch Überlegungen seitens der Geschäftsleitung, die komplette Produktion nach Flechtdorf zu verlagern.“

Gemeinde soll helfen

Die Grünen wiederum erklären, sie wollten die Suche nach einer Erweiterungsfläche in Twiste unterstützen. Gemeindevorstandsmitglied Elke Fortak zum weiteren Vorgehen: „Eine erneute Anfrage der Unternehmensleitung an den Gemeindevorstand sollten wir rasch positiv beantworten und einen akzeptablen Vorschlag unterbreiten.“

Bei der Diskussion in der Gemeinde um die weitere Verwendung der 3,5 Hektar großen Fläche und der Gebäude der ehemaligen Wurstfabrik Wilke im Ortsteil Berndorf wurde erneut deutlich, wie dringend die Firma Müller nach Erweiterungsmöglichkeiten für Ihren Betrieb suchte. Bekanntlich ist ein Kaufangebot der Firma Müller für das Wilke-Gelände nicht zum Zuge gekommen.

Unterschiedliche Auffassungen

Bereits vorher waren Bemühungen der Geschäftsführung die Betriebsfläche in Twiste zu vergrößern erfolglos geblieben. Für die Grünen wurde deutlich, dass sich der Betrieb ohne gemeindliche Unterstützung beim Grunderwerb neu und andernorts orientieren wird.

Keine übereinstimmende Auffassung zwischen Betriebsführung und Bündnisgrünen ergab sich über die zukünftige Nutzung des Wilke Areals: Herbert und Maik Müller sind nach wie vor der Meinung, es sei das Sinnvollste, die Berndorfer Industriefläche im Wesentlichen unverändert als solche zu nutzen.

Städtebauliche Lösung favorisiert

Claudia Lamm, für die Grünen im Bauausschuss der Gemeindevertretung Twistetals: „Wir halten eine städtebauliche Entwicklung auf dieser Fläche für besser. Industrie und Gewerbe sollten auf zu diesem Zweck erworbene und erschlossene Flächen angesiedelt werden.

Die Geschäftsführung befürchtet eine finanzielle Überbelastung der Gemeinde im Umgang mit den Altlasten, dem Abriss der Gebäude, der Brunnenversiegelung und Aufarbeitung des Geländes. Die Grünen dagegen sind der Überzeugung, am Ende eines solchen Prozesses hervorragende und zugleich wertvolle Flächen für eine Wohnbebauung, für Praxis- und Bürogebäude und für Gemeinschaftseinrichtungen, wie Kindergarten, Seniorenwohngemeinschaft oder Pflegestützpunkt bereit zu stellen.

Rundgang durch Firma

Die Grünen-Fraktionsangehörigen der Gemeindevertretung Twistetal verschafften sich bei einem Rundgang durch den Betrieb der Firma Müller Kunststofferzeugnisse einen Überblick über die Produktpalette und deren Herstellung.

Das Programm des Betriebes bilden hauptsächlich Lager- und Sortiersysteme aus Kunststoff. Sichtlager- und Industrieboxen waren die ersten Produkte, die entwickelt und hergestellt wurden.

Intensiver Austausch

Ein intensiver Austausch mit der Firmenleitung über nachhaltiges Wirtschaften ergab sich bei den verschiedenen Sachthemen Kosten für Verpackungsabfälle, die Verwendung von Solarenergie für betriebliche Prozesse und die Wiederverwertbarkeit von Kunststoffen.  (Armin Haß/red)

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