„Out of the Box“ in Vöhl

Schüler besuchen und reflektieren Ausstellung zum Thema Rassismus

Schüler der Ederseeschule Herzhausen sowie Lehrer und der Schulleiter Erik Wohlfart-Schüßler besuchten die mobile Ausstellung „Out of the Box“, hier mit Karl-Heinz Stadtler vom Förderkreis Synagoge Vöhl.
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Schüler der Ederseeschule Herzhausen sowie Lehrer und der Schulleiter Erik Wohlfart-Schüßler besuchten die mobile Ausstellung „Out of the Box“, hier mit Karl-Heinz Stadtler vom Förderkreis Synagoge Vöhl.

Schüler der Ederseeschule Herzhausen haben eine Ausstellung vor der Synagoge Vöhl besucht, die sich mit der Historie von Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus beschäftigt.

Vöhl – Vorurteile gegenüber Juden, Diskriminierung von Minderheiten, Ausgrenzung verschiedener Bevölkerungsgruppen: Alles Phänomene, die es in der Geschichte der Menschheit schon lange gibt, und die leider immer wieder in der Gesellschaft aufkommen.

Die Arbeitsgruppe Region gegen Rassismus in Waldeck-Frankenberg hat mit der Unterstützung des Netzwerks für Toleranz die Ausstellung mit dem Namen „Out of the Box“ erstellt, die auch schon in Korbach zu sehen war. An aufeinandergestapelten Kisten konnten die Besucher Wissenswertes nachlesen und lernen.

Vorurteile und Diskriminierung schon in der Antike

Schon in der Antike gab es Vorurteile und abwertende Bezeichnungen wie „Barbaren“ oder „Wilde“. Zudem wurden Menschen aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert und als Sklaven ausgebeutet.

Verschiedene Formen und Facetten von Rassismus werden beschrieben, rechte Vorfälle in Waldeck-Frankenberg aufgezeigt und überregionale Vorfälle rechtsextremer und rassistischer Gewalt genannt. Als sehr anspruchsvoll bezeichnete Karl-Heinz Stadtler als Gastgeber des Förderkreises Synagoge die Ausstellung.

Schüler schreiben ihre Beiträge

Die Schüler der Klassen 8 bis 10 wussten ihren Beitrag zu leisten. So formulierten sie ihre eigenen Appelle für eine friedliche Welt: „Gegen Rassismus“ schrieben sie in bunten Farben auf eine dafür vorgesehene Box. „Mensch ist Mensch, ganz egal welcher Hautton oder Nationalität“ – unterzeichnet von mehreren Schülerinnen und Schülern der Klasse R8b.

Im Sakralraum der Synagoge besprachen die Schüler der 10a ihre Eindrücke mit Violetta Bat vom Netzwerk für Toleranz sowie mit Thomas Neutze vom Volkmarser Arbeitskreis Rückblende – Gegen das Vergessen. „Es überrascht mich, dass heute überhaupt noch Hakenkreuze an öffentliche Flächen gezeichnet oder in Bäume geritzt werden“, äußerte ein Schüler seine Gedanken zum Thema Rassismus.

Was kann man gegen Rassismus tun?

Verschiedene Fragen kamen auf. Warum macht jemand das? Wann kamen die ersten Vorwürfe gegenüber Juden auf? Was ist Rassismus? Gibt es Menschenrassen?

„Alle sind unterschiedlich, und doch sind wir alle gleichwertig und gleichberechtigt“, erklärte Violetta Bat. Spannend waren die Antworten auf die Frage: „Was kannst du gegen Rassismus tun?“ Er würde widersprechen, sagte ein Schüler. Aufklärung wurde zudem als wirksame Methode genannt. „Haltung zeigen ist wichtig“, sagte Violetta Bat. Karl-Heinz Stadtler ergänzte: „Ich würde immer sagen, dass ich anderer Meinung bin. Das wünsche ich mir von uns allen. Auch bei diskriminierenden Äußerungen im Freundes- und Verwandtenkreis.“ (Stefanie Rösner)

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