Tröscher-Preis verliehen

Förderkreis der Synagoge Vöhl für Projekt Landkulturboten ausgezeichnet

Anerkennung für den Förderkreis Synagoge in Vöhl: (von links) Arnulf Tröscher, Neffe des Stifters, Karl-Heinz und Birgit Stadtler vom Vorstand des Förderkreises und die Laudatorin Ute Göpel.
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Anerkennung für den Förderkreis Synagoge in Vöhl: (von links) Arnulf Tröscher, Neffe des Stifters, Karl-Heinz und Birgit Stadtler vom Vorstand des Förderkreises und die Laudatorin Ute Göpel.

Der Förderkreis „Synagoge in Vöhl“ hat in Göttingen für sein Projekt „Landkulturboten“ von der Agrarsozialen Gesellschaft den diesjährigen Tassilo-Tröscher-Preis erhalten.

Vöhl – Der vom früheren hessischen Landwirtschaftsminister Tassilo Tröscher gestiftete Preis wird alle zwei Jahre für innovative Projekte im ländlichen Raum vergeben.

Laudatorin Ute Göpel, Fachreferentin im Landeskirchenamt, würdigte die Vöhler Synagoge als Museum und wichtigen Ort des Gedenkens, als einen Ort vielfältiger Begegnungen und des kulturellen Lebens. „Das Herzstück und die eigentliche Triebfeder aber sind – wie immer – unglaublich engagierte und kreative Menschen.“

Projekt Landkulturboten: Schüler bieten Führungen in der Synagoge an

Das Projekt beschrieb sie folgendermaßen: „Sechs Schüler und Schülerinnen werden intensiv geschult und bieten – als Ferienjob – jeweils in Zweierteams zwei Wochen in den Sommerferien Führungen für Gäste an und werben über soziale Medien unter Gleichaltrigen für den Besuch der Synagoge. Sie arbeiten darüber hinaus an je einem individuellen Projekt, deren Ergebnisse zum Teil in Videos, Youtube- oder Facebook-Beiträgen dokumentiert sind.“ Ein Blick auf die Homepage lohne sich, sagte die Laudatorin.

Der Förderkreis war einer von fünf Preisträgern. Beworben hatten sich fast 250 Gruppen aus dem ganzen Bundesgebiet für diesen Preis. Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Stadtler dankte für den Preis und die Auszeichnung. Er erläuterte, dass der Förderkreis Synagoge in Vöhl das Projekt in diesem Jahr zum vierten Mal erfolgreich durchgeführt habe.

Das Preisgeld von 1000 Euro werde als Startkapital für eine Wiederholung im Jahr 2022 verwendet, wofür insgesamt rund 6000 Euro benötigt werden. Er hoffe, dass der Förderkreis den benötigten Betrag durch Spenden aufbringen könne. (red)

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