Inklusives Workcamp

Gemeinsam viel geschafft auf der Jugendburg Hessenstein

Gelungener Arbeitseinsatz: Zahlreiche ehrenamtliche Helfer nahmen am inklusiven Workcamp „Wir gemeinsam für unsere Burg“ teil.
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Gelungener Arbeitseinsatz: Zahlreiche ehrenamtliche Helfer nahmen am inklusiven Workcamp „Wir gemeinsam für unsere Burg“ teil.

Hand in Hand haben zahlreiche Menschen mit und ohne Handicap am Wochenende gearbeitet, um gemeinsam die Jugendburg Hessenstein zu verschönern.

Vöhl-Ederbringhausen - Am inklusiven Workcamp unter dem Motto „Wir gemeinsam für unsere Burg“ nahmen der Naturschutzbund (NABU) und die Naturschutzjugend (NAJU) Frankenberg, die Jugendfeuerwehr Ederbringhausen, die Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg und zahlreiche Familien teil.

Bei diversen Werk- und Pflegearbeiten zu Natur und Handwerk, gefördert vom Projekt „Zukunftsmut“ der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, wurde die Burg auf Vordermann gebracht. Und das aus gutem Grund, denn die Jugendburg Hessenstein, die 1922 als erste hessische Jugendherberge des Deutschen Jugendherbergswerks eingerichtet wurde, wird im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen begehen.

Die Biertischgarnitur bekam einen neuen wetterfesten Anstrich verpasst.

Ömer Balkaya, stellvertretender Projektleiter und Betriebsleiter der Jugendburg Hessenstein, sagte: „Wir freuen uns, dass ihr einen freien Samstag aufopfert, um uns hier auf der Burg zu unterstützen.“

Bürgermeister Karsten Kalhöfer eröffnete das Workcamp und betonte: „Ich finde dieses Projekt ganz klasse, denn es verbindet ganz viele Dinge. Bei der Zusammenarbeit von Ehrenamt und Hauptamt werden hier heute viele tolle Dinge entstehen.“

Streuobst wurde in der Apfelpresse des NABU zu leckerem Apfelsaft verarbeitet.

Wichtig seien auch die Gespräche und Begegnungen unter den Teilnehmern. Kreisbeigeordnete Hannelore Behle sagte: „Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.“ Da die Jugendherberge im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiere, solle sie sich dann „tipptopp“ präsentieren. „Was mir besonders gefällt, ist, dass bei diesem Workshop der Inklusionsgedanke wieder lebendig wird“, betonte sie.

Gemeinsame Aktivitäten von Menschen mit und ohne Handicap seien auf der Jugendburg Hessenstein selbstverständlich. „Es ist der Start in eine Kooperation mit Inklusionsgedanke“, betonte Martina Fackiner, Freiwilligenkoordinatorin bei der Lebenshilfe.

Beim Workcamp war für jeden etwas dabei. Wer sich für Pflanzen interessierte, konnte beim Neuaufbau des Kräutergartens helfen. Hobbylandschaftsarchitekten waren beim Freischneiden der Burggemäuer gefordert, um einen freien Blick auf die Schönheit der Burg zu ermöglichen. Naturschützer konnten sich dem Umbau und Freiräumen des Fledermauslehrpfades widmen. Den Pinsel schwingen konnten man beim Lackieren der Biertischgarnituren. Streuobst wurde zu leckerem Apfelsaft gepresst, den die Teilnehmer mit nach Hause nehmen durften. Gemeinsam gingen die Tätigkeiten leicht von der Hand. Kinder, Jugendliche und Erwachsenen hatten Spaß und es wurde viel gelacht. Nachdem die Arbeiten beendet waren, konnten die ehrenamtlichen Helfer in den altehrwürdigen Gemäuern der Burg übernachten.

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