Gottesdienst zur Eröffnung der Radwege-Kirchen

Kirchen in Vöhl, Basdorf und Nieder-Werbe gehören zum Radwege-Netz

Nach dem Gottesdienst an der Martinskirche in Vöhl ging es weiter nach Basdorf und Nieder-Werbe mit Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg (von links), den Konfirmanden Chiara Schäl und Jan Philipp Eisenberg, Nina Wetekam vom Landeskirchenamt, Ulrike Brand-Döhne, Horst Sesselmann und Bürgermeister Karsten Kalhöfer.
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Nach dem Gottesdienst an der Martinskirche in Vöhl ging es weiter nach Basdorf und Nieder-Werbe mit Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg (von links), den Konfirmanden Chiara Schäl und Jan Philipp Eisenberg, Nina Wetekam vom Landeskirchenamt, Ulrike Brand-Döhne, Horst Sesselmann und Bürgermeister Karsten Kalhöfer.

An der Martinskirche in Vöhl gab es gleich doppelten Grund zu feiern: Ein Junge ist getauft worden, und die Kirche ist ins Deutsche Radwegenetz aufgenommen worden.

Vöhl – Festlicher konnte ein Gottesdienst kaum sein. Endlich wieder größtenteils ohne Maske, mit Musik des Posaunenchores, im Freien bei Sonnenschein. Mehr als 60 Teilnehmer feierten am Sonntag, 20. Juni, diese Anlässe mit Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg, außerdem mit der Sängerin Andrea Schwab und Irene Tripp am Klavier. „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ erklang von dem Hügel aus, auf dem die Martins-kirche errichtet ist. Sie soll ab sofort allen Radfahrern als Erholungsstätte offen stehen.

Die evangelische Kirche in Vöhl ist ohnehin bereits täglich für Jeden geöffnet, berichtete Pfarrer Eisenberg. „Geöffnete Kirchen am Radweg haben etwas Einladendes, bieten etwas Geistliches.“ Alle Radwege-Kirchen bildeten eine Verbindung von einem heiligen Ort zum anderen. „Es kann sehr erholsam sein, nach einer anstrengenden Radtour in den kühlen Gemäuern einer Kirche Pause zu machen“, sagte der Pfarrer. Die Kirche biete einen Raum der Stille, und das „völlig kostenlos“.

Auszeichnung vom Landeskirchenamt

Dort könne man „Innehalten im Sturm des Lebens“, sagte Nina Wetekam vom Landeskirchenamt, die die Plakette überreichte, die an der Kirche angebracht wird. Radwege-Kirchen böten die Gelegenheit, den Gegensatz zwischen Drinnen und Draußen zu erleben: Draußen die Schönheit der Schöpfung und drinnen könne man seinen Gedanken Raum geben. Sie schenkte der Kirchengemeinde einen Korb mit nützlichen Dingen für Radfahrer wie Erste-Hilfe-Sets und Traubenzucker.

Der Posaunenchor Vöhl unter der Leitung von Denis Knoche begleitete den Gottesdienst musikalisch.

Der Vöhler Bürgermeister Karsten Kalhöfer gratulierte der Martinskirche in Vöhl ebenso wie den Kirchen in Basdorf und Nieder-Werbe, die im Anschluss auch als Radwege-Kirchen ausgezeichnet wurden. Damit zählen diese drei neben den Kirchen in Waldeck, Affoldern und Mandern zu den ersten Radkirchen im Landkreis Waldeck-Frankenberg entlang des Eder-Radweges.

Um eine Radwege-Kirche zu werden, muss das Gotteshaus nahe an einem Radweg gelegen und täglich geöffnet sein. Informationen: www.radwegekirchen.de

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